So finden Sie einen Namen, auf den Ihre Katze hört
Katzen lernen ihren Namen – das ist inzwischen belegt. Forschende um Atsuko Saito haben 2019 in der Fachzeitschrift Scientific Reports gezeigt, dass Hauskatzen ihren eigenen Namen von ähnlich klingenden Wörtern und von den Namen anderer Katzen im Haushalt unterscheiden. Die Katzen hörten erst mehrere gleichartige Wörter hintereinander und reagierten dann beim eigenen Namen deutlich stärker, mit Ohren- oder Kopfbewegung. Das gelang auch, wenn eine fremde Person den Namen sprach. Katzen aus einem Katzencafé, in dem viele Tiere mit vielen Namen gerufen werden, unterschieden ihren Namen dagegen nicht zuverlässig von den Namen der Mitbewohner.
Welche Laute Katzen am besten hören, hat diese Studie nicht untersucht. Die folgenden Tipps sind deshalb bewährte Faustregeln aus dem Alltag, keine wissenschaftlichen Befunde.
Zwei Silben, klarer Klang
- Kurz und rufbar: Namen mit ein oder zwei Silben wie Mia, Leo oder Nala lassen sich gut und immer gleich rufen. Aus einem langen Namen wird im Alltag ohnehin eine Kurzform – überlegen Sie vorher, welche.
- Vokal am Ende: Namen, die auf einen Vokal enden, lassen sich in die Länge ziehen und tragen weit, etwa „Lu-naaa“ beim Rufen in den Garten.
- Nicht wie ein Kommando: Ein Name, der wie „nein“ oder „aus“ klingt, ist unpraktisch – die Katze soll ihren Namen mit Angenehmem verbinden, nicht mit einem Verbot.
- Nicht wie jemand in der Familie: Heißt ein Kind Mia, ist Mika als Katzenname eine schlechte Wahl. Das gilt auch für andere Tiere im Haus: Zwei Katzen sollten sich im Namen klar unterscheiden.
- Laut ausprobieren: Rufen Sie den Namen ein paar Mal, auch vor anderen Leuten. Was sich am ersten Tag albern anfühlt, rufen Sie womöglich die nächsten 15 Jahre.
Rufname und Stammbaumname
Bei Rassekatzen vom Züchter gibt es oft zwei Namen. Der Stammbaumname steht in der Ahnentafel und wird im Zuchtbuch des Vereins eingetragen. Er besteht aus dem Namen des Tieres und dem Zwingernamen, also dem geschützten Namen der Zuchtstätte. Ob der Zwingername vor oder nach dem Namen des Kätzchens steht, legt die Züchterin oder der Züchter bei der Anmeldung einmal fest – so verlangen es etwa die Zuchtregeln des RKV in NRW. Dort lässt sich der Name eines Jungtiers nach dem Eintrag ins Zuchtbuch auch nicht mehr ändern.
Viele Züchter vergeben innerhalb eines Wurfs Namen mit demselben Anfangsbuchstaben und zählen ihre Würfe durch: Der erste Wurf ist der A-Wurf, der zweite der B-Wurf und so weiter. Daran erkennt man später, aus welchem Wurf ein Tier stammt. Ob das Pflicht ist, regelt jeder Verein selbst. Für diesen Zweck können Sie oben nach Anfangsbuchstaben filtern.
Der Rufname ist der Name, den die Katze zu Hause hört. Er darf ganz anders lauten als der Stammbaumname. Sie müssen also keinen langen Zuchtnamen im Alltag verwenden – und können einem Kätzchen, das schon auf seinen Namen reagiert, den Rufnamen auch lassen.
Einen neuen Namen einführen
Katzen aus dem Tierheim oder vom Züchter kennen ihren bisherigen Namen oft schon. Wenn Sie ihn ändern möchten, verbinden Sie den neuen Namen anfangs mit etwas Schönem: Sprechen Sie ihn freundlich aus, wenn Sie füttern, spielen oder streicheln. Rufen Sie die Katze nicht mit ihrem Namen, um sie zu schimpfen oder in die Transportbox zu setzen.
Über diese Namensliste
Der Finder enthält 1.229 Namen. Die Bedeutung nennen wir nur, wo die Herkunft eines Namens in der Namenkunde gesichert ist; bei vielen Namen bleibt das Feld deshalb bewusst leer. Bei Figuren aus Film, Buch und Sage steht stattdessen, woher der Name bekannt ist. Die Einteilung nach Stil ist eine Empfehlung der Redaktion. Und falls Sie noch gar keine Katze haben: Unser Test „Welche Katze passt zu mir?“ und die Übersicht aller Katzenrassen helfen weiter.