Katzenfarben und Fellzeichnungen
Schildpatt, Tabby, Point oder Smoke: Hinter jeder Fellfarbe steckt Genetik – und manchmal ein Gesundheitsthema. Die Farbe ist keine Rasse: Fast alle Farben gibt es bei Hauskatzen ebenso wie bei Rassekatzen.

Blaue Augen
Blaue Augen haben bei Katzen vier verschiedene Ursachen. Welche Rassen sie haben, wann sie mit Taubheit zusammenhängen und warum „DBE“ kritisch ist.

Braun
Echte braune Katzen sind selten: Chocolate und Cinnamon entstehen durch das Gen TYRP1 – und eine „braun getigerte“ Katze ist genetisch schwarz. Mit Quellen.

Getigert (Tabby)
Tabby ist keine Rasse, sondern die Zeichnung der meisten Katzen. Die vier Muster, das „M“ auf der Stirn, die Gene dahinter und der Unterschied zur Wildkatze.

Glückskatze
Eine Glückskatze ist dreifarbig: Schwarz, Rot und Weiß. Was sie von der Schildpatt-Katze unterscheidet, woher der Name kommt und was die Farbe bedeutet.

Grau (Blau)
Graue Katzen heißen in der Zucht „blau“. Wie die Farbe entsteht, woran Sie Kartäuser, Russisch Blau, BKH, Korat und Nebelung unterscheiden – mit Quellen.

Point
Heller Körper, dunkle Abzeichen, blaue Augen: Wie die Point-Zeichnung entsteht, warum Kitten weiß geboren werden und welche Rassen Colourpoint tragen.

Rot
Rote oder orange Katzen verdanken ihre Farbe einem Gen auf dem X-Chromosom, das erst 2025 gefunden wurde. Warum die meisten Kater sind und alle getigert.

Schildpatt
Eine Schildpatt-Katze trägt Schwarz und Rot im selben Fell. Wie die Zeichnung entsteht, warum Kater die große Ausnahme sind und was am Ruf der Torties dran ist.

Schwarz
Schwarze Katzen sind keine Rasse, sondern meist Hauskatzen. Wie die Farbe entsteht, warum das Fell rostbraun werden kann und was am Pech im Tierheim dran ist.

Schwarz-Weiß
Schwarz-weiße Katzen sind keine Rasse, sondern gescheckt. Wie die Weißscheckung entsteht, was Bicolor, Tuxedo, Harlekin, Van und Mitted bedeuten – mit Quellen.

Silber und Smoke
Silver Tabby, Silver Shaded, Chinchilla und Smoke haben dieselbe Ursache: ein Gen, das den Haaransatz entfärbt. Wie Silber entsteht und welche Rassen es tragen.

Weiß
Weiße Katzen sind keine Rasse und selten Albinos. Wie das Weiß entsteht, wie oft weiße Katzen mit blauen Augen taub sind und warum ihre Ohren Schutz brauchen.
Farbe, Zeichnung, Abzeichen: die Begriffe
Züchter und Vereine beschreiben das Fell einer Katze in drei Schichten. Die Grundfarbe ist Schwarz oder Rot, dazu deren Abwandlungen wie Blau (Grau), Chocolate oder Creme. Die Zeichnung legt fest, ob die Farbe einfarbig erscheint oder als Tabby-Muster – getigert, gestromt, getupft oder getickt. Hinzu kommen Weißanteil, Silber und Abzeichen (Point), bei denen nur Gesicht, Ohren, Beine und Schwanz gefärbt sind.
In Stammbäumen stehen diese Angaben als Kürzel, dem sogenannten EMS-Code: „MCO n 22“ ist zum Beispiel eine Maine Coon in Schwarz mit gestromter Zeichnung. Wie die Farben einzelner Rassen heißen, erklären eigene Seiten.
Sagt die Fellfarbe etwas über den Charakter?
Belegt ist das nicht. Dass Schildpatt-Katzen eigenwillig oder rote Kater besonders verschmust seien, gehört zu den hartnäckigsten Katzenmythen. Was eine Katze prägt, sind Veranlagung, die ersten Lebenswochen und ihre Erfahrungen mit Menschen. Wer nach Wesen auswählen möchte, ist mit dem Rassen-Test und einem Besuch beim Züchter oder im Tierheim besser beraten als mit der Farbtafel.