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Halblanghaargroß

Maine Coon

auch: Maine-Coon-Katze, Coonie, Maine Coon Cat, MCO

Maine Coon im Steckbrief: Charakter, Größe und Gewicht, Farben, Lebenserwartung, Haltung, Kitten und Kosten – und welche Gentests seriöse Züchter vorlegen.

Kopfporträt einer braun getigerten Maine Coon mit hellgrünen Augen, langen Schnurrhaaren und dunklen Luchspinseln an den Ohrspitzen

Steckbrief Maine Coon

Herkunft
USA (Maine)
Fell
Halblanghaar
Größe
groß
Gewicht Katze
4–6,5 kg
Gewicht Kater
6–9 kg
Lebenserwartung
12–15 Jahre
Anerkannt bei
FIFe, WCF, TICA, CFA, GCCF
Aktivität
mittel
Menschenbezug
sehr anhänglich
Stimme
leise
Fellpflege
mittel
Mit Kindern
sehr gut
Mit anderen Tieren
sehr gut
Allein bleiben
mittel
Reine Wohnung
mittel
Für Einsteiger
sehr gut

Die Einschätzungen beschreiben Neigungen der Rasse, keine Garantie für die einzelne Katze. Welche Katze passt zu mir?

Die Maine Coon gehört in Deutschland zu den beliebtesten Rassekatzen – und das hat gute Gründe. Sie ist groß, eindrucksvoll behaart und dabei meist ausgesprochen freundlich, gelassen und menschenbezogen. Viele Halter beschreiben sie als „sanften Riesen“, der die Familie begleitet, ohne aufdringlich zu sein.

Gerade weil die Rasse so gefragt ist, lohnt ein nüchterner Blick. Um die Maine Coon ranken sich Größenmythen, es gibt Vermehrer, die mit „XXL“-Tieren werben, und die Rasse hat einige Erbkrankheiten, gegen die sich seriöse Züchter mit Tests absichern. Dieses Profil erklärt, was belegt ist und worauf Sie achten sollten.

Herkunft und Geschichte

Die Maine Coon stammt aus dem Nordosten der USA, vor allem aus dem Bundesstaat Maine. Nach Angaben der Cat Fanciers’ Association (CFA) reicht ihre dokumentierte Geschichte bis in die 1850er-Jahre zurück; ihre Vorfahren waren robuste Hof- und Schiffskatzen der Siedler, die sich an lange, harte Winter anpassen mussten. Auf der ersten großen Katzenausstellung der USA 1895 war sie bereits vertreten.

Um ihren Ursprung gibt es mehrere Legenden: Der Sage nach sollen Angorakatzen der französischen Königin Marie Antoinette oder die Katzen eines Seekapitäns namens Coon beteiligt gewesen sein, manche erzählen gar von einer Kreuzung mit Waschbären („Raccoon“). Letzteres ist biologisch unmöglich, die anderen Geschichten sind nicht belegt. Nach einer Phase der Vergessenheit wurde die Rasse ab den 1950er-Jahren gezielt weitergezüchtet; die CFA vergab 1976 den Championstatus. Heute erkennen alle großen Verbände sie an.

Aussehen

Die Maine Coon ist groß, lang und muskulös, mit breiter Brust und rechteckigem Körperbau. Typisch sind der kantige Fang, große, hoch angesetzte Ohren mit Haarbüscheln („Luchspinsel“) und ein langer, buschiger Schwanz. Das Fell ist halblang, an den Schultern kürzer und an Bauch und „Hosen“ länger, mit wasserabweisendem Deckhaar und einer Halskrause.

Anerkannt sind sehr viele Farben und Muster – am bekanntesten ist das braun getigerte Fell (brown tabby). Nicht zugelassen sind in den meisten Verbänden Pointzeichnung sowie Chocolate, Lilac, Cinnamon und Fawn.

Größe und Gewicht der Maine Coon

Die Maine Coon ist eine der größten Hauskatzenrassen; der britische Dachverband GCCF nennt sie die größte Rasse, die er anerkennt. Der FIFe-Standard beschreibt sie schlicht als „groß“, mit langem, rechteckigem Körper und kräftigem Knochenbau.

Katze Kater
Typisches Gewicht, ausgewachsen 4–6,5 kg 6–9 kg
Angaben der Verbände „meist kleiner“ als die Kater (CFA) bis etwa 8–9 kg (GCCF: 18–20 lbs; CFA: 20 lbs „nicht ungewöhnlich“)
Ausgewachsen mit 3–4 Jahren mit 3–4 Jahren

Verbindliche Maße für Schulterhöhe oder Körperlänge enthält kein Rassestandard. Die Zentimeterangaben, die im Netz kursieren, lassen sich nicht belegen – deshalb nennen wir keine. Aussagekräftiger ist ohnehin der Körperzustand: Ein Kater mit 9 kg kann schlank sein, eine Katze mit 7 kg bereits zu dick.

Wie groß wird eine Maine Coon wirklich?

Maine Coons wachsen langsam: Nach der CFA kann es bis zu drei Jahren dauern, bis sie ausgewachsen sind. Kater erreichen häufig 6–9 kg, Katzen bleiben deutlich leichter. Das ist viel für eine Hauskatze, aber kein Riesenwuchs. Angebote mit „XXL-“ oder „Riesen-Maine-Coon“ beschreiben keinen Rassestandard – kein Verband kennt eine solche Unterart. Zucht auf maximale Größe und Masse ist kein Qualitätsmerkmal, sondern belastet Gelenke und Herz eher zusätzlich. Seien Sie bei solchen Anzeigen misstrauisch.

Wann ist eine Maine Coon ausgewachsen?

Später als fast jede andere Katze. Die CFA spricht von bis zu drei Jahren, der GCCF von bis zu vier Jahren, bis eine Maine Coon ihre volle Größe erreicht hat.

Junge Maine Coons wirken deshalb lange schlaksig; Brustkorb, Muskulatur, Halskrause und – bei Katern – der breite Kopf entwickeln sich erst im zweiten und dritten Lebensjahr. Besprechen Sie Futtermenge und Gewichtsverlauf in dieser Zeit bei den Vorsorgeterminen in der Tierarztpraxis. Mästen macht eine Katze nicht größer, nur schwerer.

Farben und Zeichnungen

Bei der Maine Coon ist fast alles erlaubt. Der FIFe-Standard lässt alle Farbvarietäten zu, auch jede Menge Weiß – vom kleinen Brustfleck bis zu weißen Pfoten und Bauch. Ausgeschlossen sind nur Pointzeichnung (Abzeichen wie bei der Siam) sowie Chocolate, Lilac, Cinnamon und Fawn; diese Farben gelten als Hinweis auf eingekreuzte Fremdrassen. Die FIFe richtet die Rasse in neun Farbgruppen:

Gruppe Was dazugehört
Einfarbig Schwarz und Blau, jeweils auch mit Weiß
Agouti (Tabby) Schwarz und Blau mit Tabbyzeichnung, auch mit Weiß – darunter das klassische „Black Tabby“, das oft „braun getigert“ genannt wird
Rot, Creme, Schildpatt einfarbig oder mit Tabbyzeichnung, auch mit Weiß
Smoke und Silber Schwarz, Blau, Rot und Creme mit silberweißem Haaransatz, auch mit Weiß
Weiß reinweiß

Bei den Tabbys kommen mehrere Zeichnungen vor; die CFA nennt gestromt (classic), getigert (mackerel) und getickt. Bei den Augen sind nach dem FIFe-Standard alle Farben zulässig außer Blau; blaue Augen sind nur bei weißen Tieren und bei solchen mit sehr hohem Weißanteil (Van, Harlekin) erlaubt.

Die Fellfarbe sagt nichts über Charakter oder Gesundheit – „seltene Farben“ zu Aufpreisen sind ein Verkaufsargument, kein Qualitätsmerkmal.

Wesen und Charakter

Die Maine Coon gilt als ausgeglichen, sozial und verspielt bis ins Erwachsenenalter. Sie sucht die Nähe ihrer Menschen, folgt ihnen gern von Raum zu Raum, ist aber selten fordernd. Statt lautem Miauen hört man oft ein leises Gurren oder Trillern. Mit Kindern, anderen Katzen und katzenfreundlichen Hunden kommt sie in der Regel gut zurecht.

Die Schattenseiten sind eher praktisch: Eine große Katze braucht große Möbel, stabile Kratzbäume und viel Platz. Manche Maine Coons spielen gern mit Wasser. Und wer eine sehr ruhige Schoßkatze erwartet, ist bei manchen jungen Tieren überrascht, wie viel Beschäftigung sie einfordern.

Haltung

Die Maine Coon lässt sich in der Wohnung halten, wenn genug Platz, Kletter- und Rückzugsmöglichkeiten vorhanden sind; ein katzensicher vernetzter Balkon oder ein gesichertes Gartenstück sind ein großer Gewinn. Kratzbäume müssen für ihr Gewicht ausgelegt sein, Katzenklos entsprechend groß.

Wie fast alle Katzen sollte sie nicht allein gehalten werden: Eine gleich aktive Partnerkatze ist ideal, gerade wenn tagsüber niemand zu Hause ist. Tägliche Spieleinheiten mit Angel, Fummelbrett oder Futterspielzeug halten Körper und Kopf fit.

Pflege und Ernährung

Das halblange Fell verfilzt weniger als das eines Persers, braucht aber regelmäßige Pflege. Die CFA empfiehlt, die Maine Coon zwei- bis dreimal pro Woche durchzukämmen; im Fellwechsel eher häufiger, besonders an Bauch, Hosen und hinter den Ohren.

Bei der Ernährung gilt, was für alle Katzen gilt: ein hochwertiges Alleinfuttermittel mit hohem Fleischanteil, ausreichend Flüssigkeit und eine Menge, die zum tatsächlichen Gewicht passt. Da die Rasse lange wächst, lohnt es sich, das Gewicht regelmäßig zu kontrollieren – Übergewicht belastet Hüften und Herz zusätzlich.

Gesundheit

Die Maine Coon ist grundsätzlich eine robuste Rasse. Einige erbliche Erkrankungen kommen aber gehäuft vor, und seriöse Züchter lassen ihre Zuchttiere darauf untersuchen.

Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM)

Bei der HCM verdickt sich der Herzmuskel; das kann zu Herzversagen, Blutgerinnseln und plötzlichem Tod führen. Bei der Maine Coon ist eine Mutation im Gen MYBPC3 bekannt (A31P). Laut Langford Vets entwickeln Katzen mit zwei Kopien der Mutation in der Regel bis zum mittleren Alter eine HCM, während Tiere mit einer Kopie in jungen Jahren meist unauffällig sind. Wichtig: Der Gentest erfasst nur diese eine Mutation. HCM kommt auch bei Maine Coons ohne A31P vor. Gute Züchter kombinieren deshalb den Gentest mit einem Herzultraschall beim Tierkardiologen, der regelmäßig wiederholt wird.

Spinale Muskelatrophie (SMA)

Die SMA ist eine rezessiv vererbte Erkrankung der Nervenzellen im Rückenmark. Betroffene Kätzchen zeigen etwa ab der 13. bis 17. Lebenswoche Gangstörungen, Zittern und Muskelschwund. Ursache ist eine Deletion im Bereich des Gens LIX1. Ein Gentest der Elterntiere verhindert, dass zwei Träger miteinander verpaart werden.

Hüftdysplasie (HD)

Auch Katzen können eine Fehlbildung des Hüftgelenks haben, bei großen Rassen häufiger. In der Auswertung des US-Hüftregisters der Orthopedic Foundation for Animals (Loder & Todhunter, 2018) waren 24,9 % der geröntgten Maine Coons betroffen; die Autoren halten die echte Häufigkeit eher für höher. Seriöse Züchter lassen die Hüften ihrer Zuchttiere röntgen und offiziell auswerten.

Polydaktylie: eine Besonderheit mit Haken

Manche Maine Coons haben überzählige Zehen. Das Merkmal ist historisch mit der Rasse verbunden, und der Verband TICA führt „Maine Coon mit Polydaktylie“ sogar als eigene Registrierung. Das Gutachten zur Auslegung von § 11b Tierschutzgesetz (1999) empfiehlt dagegen ein Zuchtverbot für Merkmalträger, weil bei der Nachzucht mit Leiden und Schäden zu rechnen ist. In Deutschland sollten Sie von gezielt polydaktylen Würfen Abstand nehmen.

Fragen Sie beim Züchter konkret nach: Gentestergebnisse (HCM, SMA) beider Eltern, Datum des letzten Herzultraschalls und HD-Befunde – schriftlich, mit Chipnummer der Tiere.

Lebenserwartung: Wie alt wird eine Maine Coon?

Gesunde, schlank gehaltene Maine Coons werden typischerweise 12 bis 15 Jahre alt; der GCCF nennt eine Spanne von 10 bis 15 Jahren.

Daneben gibt es eine ernüchternde Zahl aus der Statistik. Die britische Auswertung von Praxisdaten durch Teng et al. (2024) errechnete für Maine Coons eine Lebenserwartung ab Geburt von 9,7 Jahren, bei Mischlingskatzen waren es 11,9 Jahre. Die Zahl ist ein Durchschnitt über alle Tiere, also auch über jung gestorbene, und der Schätzbereich ist breit (8,4 bis 11,0 Jahre). Sie widerspricht den 12 bis 15 Jahren deshalb nicht, zeigt aber, dass die Rasse im Schnitt nicht so alt wird wie eine gewöhnliche Hauskatze.

Dieselbe Studie nennt Stellschrauben, die Sie selbst in der Hand haben: Katzen, deren Gewicht stark vom rassetypischen Mittel abwich, lebten kürzer, und kastrierte Katzen lebten im Schnitt gut ein Jahr länger als unkastrierte. Dazu kommt bei der Maine Coon die Herzvorsorge. Wie alt Ihre Katze in Menschenjahren ist, zeigt der Katzenalter-Rechner.

Für wen passt die Maine Coon?

Gut passt sie, wenn Sie

  • eine freundliche, verträgliche Katze für Familie, Kinder und andere Tiere suchen,
  • Platz und stabile Möbel für eine große Katze haben,
  • zwei Katzen halten möchten und gern mit ihnen spielen,
  • regelmäßige Fellpflege nicht scheuen.

Eher nicht passt sie, wenn Sie

  • in einer kleinen Wohnung ohne Kletter- und Auslaufmöglichkeit leben,
  • eine Katze möchten, die viele Stunden allein bleibt,
  • vor allem eine besonders große „XXL“-Katze suchen – dieses Ziel führt zu den falschen Anbietern.

Ähnlich im Wesen und ebenfalls halblanghaarig sind die Norwegische Waldkatze und die Sibirische Katze. Wer eine langhaarige deutsche Rasse sucht, kann sich die Deutsch Langhaar ansehen.

Maine-Coon-Kitten: Entwicklung und Abgabealter

In den ersten Wochen läuft bei allen Katzen dasselbe Programm ab. Nach dem Leitfaden der EU-Plattform für Tierschutz zur Sozialisierung von Kitten (2022) öffnen sich Augen und Ohren ab etwa dem sechsten Tag, mit drei bis vier Wochen kommen die ersten Milchzähne und die erste feste Nahrung, mit etwa acht Wochen ist die Entwöhnung abgeschlossen. Besonders wichtig ist die Sozialisierungsphase zwischen der zweiten und siebten Woche: Was ein Kitten in dieser Zeit freundlich kennenlernt – Menschen, Anfassen, Haushaltsgeräusche, andere Tiere –, macht ihm später keine Angst. Diese Arbeit leistet der Züchter, nicht Sie.

Kitten bleiben in der Vereinszucht mindestens zwölf Wochen bei Mutter und Geschwistern. Die FIFe geht weiter: Nach ihren Zucht- und Registrierungsregeln (Ausgabe 1. Juli 2026) dürfen Jungtiere nicht vor einem Alter von 14 Wochen abgegeben werden und müssen dann vollständig gegen Katzenseuche und Katzenschnupfen geimpft und gechippt sein. Der EU-Leitfaden nennt den Grund: Eine frühe Trennung vor der achten Woche erhöht das Risiko für Angst und Aggression, eine späte Trennung nach der zwölften Woche kann es senken.

Bei der Maine Coon kommt ein rassetypischer Punkt hinzu: Die spinale Muskelatrophie zeigt sich erst ab etwa der 13. Lebenswoche. Ein später Abgabetermin und ein SMA-Gentest der Eltern geben Ihnen hier Sicherheit. Achten Sie beim Besuch auf klare Augen, saubere Ohren und Nasen und darauf, dass die Kitten neugierig auf Sie zukommen. Kaufen Sie Kratzbaum, Transportbox und Katzenklo gleich in der Größe für eine ausgewachsene Katze. Was Sie für den Einzug brauchen, steht in der Checkliste zur Erstausstattung.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Kaufen Sie eine Maine Coon nur bei einem Züchter, der einem anerkannten Verein angeschlossen ist und Stammbäume ausstellt. Lassen Sie sich die Gesundheitsnachweise beider Elterntiere zeigen – HCM-Gentest und aktueller Herzultraschall, SMA-Gentest, Hüftröntgen. Sie sollten Mutter und Kitten in ihrer gewohnten Umgebung sehen können. Ein Kitten zieht frühestens mit 12 Wochen um, geimpft, gechippt und entwurmt, mit Kaufvertrag.

Warnsignale sind ein Preis deutlich unter dem üblichen Rahmen, Werbung mit „XXL“ oder „Riesen“, keine Elterntiere vor Ort, fehlende Papiere oder eine Übergabe auf dem Parkplatz. Eine Liste sinnvoller Fragen finden Sie unter Fragen an den Züchter, seriöse Anbieter unter Züchter der Maine Coon in Ihrer Nähe. Was die Haltung laufend kostet, zeigt der Katzenkosten-Rechner.

Was kostet eine Maine Coon?

Anschaffung: Was Maine-Coon-Kitten aus Vereinszucht kosten, haben wir an den Websites der Catteries aus unserem Verzeichnis ausgewertet – die Ergebnisse und ihre Grenzen stehen auf der Seite Preis. Sicher ist: Ein Kitten aus seriöser Zucht kostet deutlich mehr als eines aus einer Kleinanzeige ohne Papiere, und das hat Gründe – Gentests und wiederholter Herzultraschall beider Eltern, Hüftröntgen, Impfungen, Chip, Stammbaum und mindestens zwölf bis vierzehn Wochen Aufzucht. Liegt ein Angebot deutlich unter dem, was mehrere Vereinszüchter nennen, fehlt fast immer genau diese Vorsorge. Eine erwachsene Maine Coon aus dem Tierschutz ist gegen eine Schutzgebühr zu haben – ein Blick in die Tierheime lohnt sich.

Laufende Kosten: Eine große Katze frisst mehr als eine kleine und braucht stabileres Zubehör: schwere Kratzbäume, große Katzenklos, eine große Transportbox. Dazu kommen Streu, Impfungen, Parasitenvorsorge und Rücklagen für die Tierarztpraxis – für zwei Katzen. Ihre persönlichen Zahlen ermitteln Sie mit dem Katzenkosten-Rechner.

Häufige Fragen zur Maine Coon

Wie groß und schwer wird eine Maine Coon?

Ausgewachsene Katzen wiegen typischerweise 4 bis 6,5 kg, Kater 6 bis 9 kg; ausgewachsen sind sie erst mit drei bis vier Jahren. Verbindliche Maße für Schulterhöhe oder Länge gibt kein Rassestandard vor. „XXL-Maine-Coons“ sind ein Werbebegriff und keine eigene Linie.

Wie alt wird eine Maine Coon?

Typisch sind 12 bis 15 Jahre. In britischen Praxisdaten lag die durchschnittliche Lebenserwartung ab Geburt bei 9,7 Jahren, weil darin auch früh gestorbene Tiere stecken (Teng et al. 2024). Normalgewicht, Kastration und Herzvorsorge verbessern die Aussichten.

Ist die Maine Coon für Anfänger geeignet?

Ja, mit etwas Vorbereitung. Sie ist freundlich, verträglich und verzeiht Anfängerfehler eher als sehr aktive Rassen. Einplanen müssen Sie Platz, stabile Möbel und regelmäßige Fellpflege.

Haart die Maine Coon stark?

Ja, vor allem im Fellwechsel im Frühjahr – der GCCF spricht dann von starkem Haaren. Kämmen Sie zwei- bis dreimal pro Woche, im Fellwechsel häufiger. Für Allergiker ist die Rasse nicht geeigneter als andere: Auch sie bildet das Allergen Fel d 1.

Kann eine Maine Coon allein bleiben?

Einen normalen Arbeitstag übersteht sie, wenn sie eine Partnerkatze hat und vorher und nachher beschäftigt wird. Als Einzelkatze, die täglich viele Stunden wartet, ist sie nicht geeignet – dafür ist sie zu gesellig.

Gesundheit: danach sollten Sie den Züchter fragen

ErkrankungVorsorge in der Zucht
Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM)Gentest der Elterntiere auf die MYBPC3-Mutation A31P und zusätzlich regelmäßig wiederholter Herzultraschall beim Tierkardiologen
Spinale Muskelatrophie (SMA)Gentest der Elterntiere (LIX1-Deletion)
Hüftdysplasie (HD)Röntgenaufnahme der Hüften der Zuchttiere mit offizieller Auswertung
Polydaktylie (überzählige Zehen)Keine Zucht mit polydaktylen Tieren; Pfoten der Eltern ansehen

Mehr dazu: HCM bei Katzen

Quellen und weiterführende Informationen (12)
  1. CFA: Maine Coon – Breed Profile
  2. Gutachten zur Auslegung von § 11b des Tierschutzgesetzes (Sachverständigengruppe beim BML, 1999)
  3. Wess et al.: Hypertrophic cardiomyopathy in young Maine Coon cats caused by the p.A31P cMyBP-C mutation
  4. Langford Vets: Maine Coon Hypertrophic Cardiomyopathy
  5. Fyfe et al. (2006): Deletion associated with feline spinal muscular atrophy (LIX1)
  6. Loder & Todhunter (2018): Demographics of hip dysplasia in the Maine Coon cat
  7. WCF: EMS-Code und Anerkennung der Rassen (Stand 06.06.2026)
  8. FIFe: Rassestandard Maine Coon (MCO) mit anerkannten Farbgruppen
  9. GCCF: Breed profile Maine Coon
  10. Teng et al. (2024): Life tables of annual life expectancy and risk factors for mortality in cats in the UK. Journal of Feline Medicine and Surgery
  11. FIFe: Zucht- und Registrierungsregeln (Ausgabe 01.07.2026), 2.3.3 Jungtiere
  12. EU-Plattform für Tierschutz (2022): Supplementary guidance for cat breeders on the socialisation of kittens

Von der Redaktion catterys.de · Stand: 12. Oktober 2026

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