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Checkliste Erstausstattung

Alles, was vor dem Einzug einer Katze da sein sollte: 40 Punkte in sieben Gruppen – von der Katzentoilette bis zum Kippfensterschutz. Zum Abhaken und Ausdrucken.

Ihre Checkliste

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0 von 40 Punkten erledigt

Schlafen & Rückzug (0/4)
Futter & Wasser (0/5)
Toilette (0/5)
Kratzen & Spielen (0/6)
Transport & Tierarzt (0/5)
Sicherheit in der Wohnung (0/9)
Papiere (0/6)

Die ersten Tage gut vorbereiten

Eine neue Katze erlebt beim Umzug alles auf einmal: fremde Gerüche, fremde Geräusche, fremde Menschen. Je besser die Wohnung vorbereitet ist, desto schneller kommt sie an. Am besten ist alles aus dieser Liste schon da, bevor die Katze einzieht – dann können Sie sich in den ersten Tagen ganz auf sie konzentrieren.

  • Mit einem Raum anfangen: Richten Sie ein ruhiges Zimmer mit Toilette, Wasser, Futter, Liegeplatz und Versteck ein. Von dort erkundet die Katze die übrige Wohnung in ihrem Tempo.
  • Vertrautes mitnehmen: Das bisherige Futter, dieselbe Streu und eine Decke, die nach dem alten Zuhause riecht, machen den Wechsel leichter. Fragen Sie beim Züchter oder im Tierheim danach.
  • Ruhe statt Besuch: Laden Sie in der ersten Woche keine Gäste ein. Lassen Sie die Katze kommen, statt sie hervorzuholen.
  • Früh zum Tierarzt: Eine erste Untersuchung in den Tagen nach dem Einzug klärt, ob alles in Ordnung ist, und die Praxis lernt Ihre Katze kennen, bevor es einen Notfall gibt.

Mehr Tipps für den Start finden Sie im Ratgeber Die erste Katze zieht ein. Was die Ausstattung und die laufenden Kosten zusammen ausmachen, rechnet der Katzenkosten-Rechner aus.

Warum Fenster und Balkon auf die Liste gehören

Gekippte Fenster sind eine der bekanntesten Gefahren für Wohnungskatzen. Die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz (TVT) beschreibt in ihrem Merkblatt zur Katzenhaltung, dass sich Katzen durch den Spalt eines gekippten Fensters zwängen und darin einklemmen können – häufig mit schweren Folgen bis zum Tod. Kippfenster sollten deshalb mit einem Schutz gesichert sein, an dem sich die Katze beim Hochklettern nicht verletzen kann. Offene Fenster und Balkone brauchen ein Netz oder Gitter; die TVT nennt eine Maschenweite von höchstens 3 × 3 cm. Denn im Jagdfieber achtet eine Katze nicht mehr auf die Höhe.

Eine Katze oder zwei?

Katzen sind keine reinen Einzelgänger, aber auch keine Rudeltiere, die zwingend Gesellschaft brauchen. Die TVT spricht von „fakultativ sozial“: Ob eine Katze sich mit Artgenossen wohlfühlt, ist individuell. Einige Punkte helfen bei der Entscheidung:

  • Kitten zu zweit: Die Chancen auf ein friedliches Zusammenleben sind laut TVT besser, wenn Katzen sehr jung zusammenkommen. Zwei Geschwister oder zwei gleichaltrige Kitten beschäftigen sich miteinander, spielen artgerecht und lernen voneinander.
  • Wohnungskatzen brauchen Kontakt: Eine einzeln gehaltene Katze ohne Freigang braucht laut TVT mindestens sechs Stunden am Tag die Möglichkeit, mit ihrer Bezugsperson zusammen zu sein. Wer tagsüber lange außer Haus ist, sollte über zwei Katzen nachdenken.
  • Erwachsene Katzen kennen sich selbst: Eine ältere Katze, die schon immer allein gelebt hat, ist mit einem neuen Mitbewohner nicht automatisch glücklicher. Züchter und Tierheime wissen oft genau, wie verträglich ein Tier ist.

Bei zwei Katzen verdoppelt sich die Ausstattung nicht ganz, aber fast: je ein Futternapf, eine Toilette mehr als Katzen, mehrere Wasserstellen und genug Rückzugsorte, damit sich niemand bedrängt fühlt.

Kitten erst ab zwölf Wochen

Kitten lernen in den ersten Lebenswochen von Mutter und Geschwistern, wie man spielt, wie fest man beißen darf und wie man mit Artgenossen umgeht. Die TVT verlangt, dass Mutterkatze und Kitten mindestens bis zur zehnten Woche zusammenbleiben, und empfiehlt für gut an Menschen gewöhnte Kitten besser noch bis zur zwölften Woche. Die Grundimmunisierung beginnt in der Regel ab der achten Lebenswoche. Seriöse Züchter geben ihre Kitten deshalb nicht vor der zwölften Woche ab, geimpft, entwurmt und gechippt. Wer ein Kitten mit acht Wochen anbietet, spart an der falschen Stelle – woran Sie einen guten Züchter erkennen, zeigt die Liste Seriösen Züchter erkennen. Züchter in Ihrer Nähe finden Sie im Züchterverzeichnis.

Was nicht auf die Liste gehört

Intensive Düfte lehnen die meisten Katzen laut TVT ab – das gilt für parfümierte Streu ebenso wie für Raumdüfte. Ätherische Öle sind für Katzen sogar giftig, weil ihre Leber viele Inhaltsstoffe nur schlecht abbauen kann (CliniTox). Auch Zimmerpflanzen und Schnittblumen sind nicht automatisch harmlos: Lilien etwa können bei Katzen ein Nierenversagen auslösen. Prüfen Sie Ihre Pflanzen im Lexikon Giftige Pflanzen für Katzen und Ihre Küche mit Darf meine Katze das fressen?.

Quellen und Rechengrundlagen (2)
  1. Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz (TVT): Merkblatt Nr. 189 – Mindestanforderungen an die Haltung von Katzen (Stand August 2024)
  2. CliniTox, Universität Zürich: Ätherische Öle (Vergiftungen Kleintier)

Stand: 26. September 2026