Ein kleines Stück Fruchtfleisch ohne Kerngehäuse ist kein Problem.
Kerne, Stiele und Blätter enthalten laut ASPCA Blausäure-Verbindungen. Das geschälte Fruchtfleisch ist ungiftig, aber zuckerreich und für die Katze überflüssig.
Giftig – schon kleine Mengen auf Haut und Fell können gefährlich sein.
Katzen bauen viele Stoffe aus ätherischen Ölen wegen einer verminderten Entgiftungsleistung der Leber (Glucuronidierung) schlecht ab. CliniTox beschreibt schwere Vergiftungen mit Teebaumöl bei Katzen. Auch Duftlampen und Diffusoren meiden.
Nicht füttern – sehr fettreich, der Kern ist ein Fremdkörper-Risiko.
Das Gift Persin ist vor allem für Vögel, Kaninchen und Pferde gefährlich. Bei Katzen sind laut CliniTox Magen-Darm-Beschwerden möglich, dazu kommt der hohe Fettgehalt. Guacamole enthält außerdem oft Zwiebel und Knoblauch.
Nur nach Blick auf die Zutaten – oft sind Zwiebel oder Knoblauch darin.
Fleischgläschen werden gern als Schonkost empfohlen, enthalten aber häufig Zwiebel- oder Knoblauchpulver. Beides ist laut Cats Protection auch getrocknet giftig.
Als Duftreiz unbedenklich – keine Baldriantropfen.
Getrocknete Baldrianwurzel im Spielzeug gilt als sicher (Animal Medical Center, New York). Baldriantropfen und -präparate für Menschen enthalten oft Alkohol und gehören nicht an die Katze.
Die ASPCA führt die Banane als ungiftig. Für Katzen mit Übergewicht oder Diabetes ist sie wegen des Zuckers ungeeignet; wenn überhaupt, nur eine dünne Scheibe.
Kleine Stückchen reifes Fruchtfleisch ohne Kerne sind unbedenklich.
Wie bei den meisten Früchten gilt: nur selten und in kleinen Mengen, weil Katzen Obst schlecht verwerten und es viel Zucker enthält. Kerngehäuse entfernen.
Roh giftig – nur vollständig gekocht unbedenklich.
Rohe Bohnen enthalten das Eiweiß Phasin, das laut CliniTox die Darmschleimhaut schädigt; schwere Verläufe mit blutigem Durchfall und Krämpfen sind beschrieben. Kochen (15–20 Minuten bei 100 °C) zerstört es.
Ein Krümel gebackenes Brot schadet nicht, Katzenfutter ist es nicht.
Gebackenes Brot ist nicht giftig, aber reine Kohlenhydrate. Vorsicht bei Brot mit Rosinen, Zwiebeln, Knoblauch oder Nüssen – und roher Teig ist gefährlich (siehe „Hefeteig“).
Butter ist ein Milchprodukt mit sehr viel Fett; fettreiche Lebensmittel können laut ASPCA Erbrechen, Durchfall und eine Bauchspeicheldrüsenentzündung auslösen.
Panade, Frittierfett, Salz und Gewürze (oft mit Zwiebel- oder Knoblauchpulver) machen aus dem Fleisch ein ungeeignetes Leckerli. Frikadellen enthalten meist Zwiebeln.
Sonstiges Auch: Hühnerei, gekochtes Ei, Rührei ohne Salz
Durchgegart unbedenklich – eine gute Eiweißquelle.
Die Risiken roher Eier – Salmonellen und ein Enzym, das die Aufnahme von Vitaminen stört (ASPCA) – entfallen durch gründliches Garen. Rührei ohne Salz, Butter und Milch zubereiten.
Rohe Eier können Salmonellen enthalten (ASPCA). Rohes Eiweiß enthält Avidin, das das Vitamin Biotin bindet und auf Dauer einen Mangel auslösen kann (MSD/Merck Veterinary Manual).
Nüsse enthalten laut ASPCA viel Öl und Fett und können Erbrechen, Durchfall und eine Bauchspeicheldrüsenentzündung auslösen. Gesalzene Nüsse kommen mit viel Salz dazu.
Viele rohe Fische, vor allem Süßwasserfische, enthalten Thiaminase, ein Enzym, das Vitamin B1 zerstört. Regelmäßig gefüttert führt das zu einem Vitamin-B1-Mangel mit Nervenstörungen (MSD/Merck Veterinary Manual). Kochen zerstört das Enzym.
Einige Sorten gehen gekocht in kleinen Mengen – nötig ist Gemüse nicht.
Katzen brauchen kein Gemüse. Gut verträglich sind laut Cats Protection etwa gekochte Möhren, Erbsen, Mais, Brokkoli und Spinat. Zwiebeln, Knoblauch und Lauch sind dagegen giftig, rohe Bohnen ebenfalls.
Das giftige Phasin der Bohne wird laut CliniTox durch 15–20 Minuten Kochen zerstört. Dann ist ein kleines Stückchen unbedenklich – ohne Speck, Salz oder Zwiebel.
Gekocht, ohne Haut, Knochen und Gewürze bestens geeignet.
Gekochtes Geflügel ist eiweißreich und wird von Katzen gut vertragen. Als Leckerli oder Schonkost gut – als Alleinfutter fehlen auf Dauer Nährstoffe (Cats Protection).
Roh nie – unreife und rohe Beeren, Blätter und Rinde sind giftig.
Holunder enthält laut CliniTox Blausäure-Verbindungen, vor allem in Blättern, Rinde und unreifen Beeren. Möglich sind Erbrechen und Durchfall, bei großen Mengen Atemnot und Krämpfe.
Fleisch & Fisch Auch: Hühnersuppe, Brühe ohne Salz
Selbst gekocht ohne Salz, Zwiebel und Gewürze gut geeignet.
Eine ungewürzte Brühe aus Hühnerfleisch kann den Appetit anregen und bei Schonkost helfen. Gekaufte Brühe und Fertigsuppen sind tabu (siehe „Brühwürfel“).
Nicht als Katzenfutter geben – es fehlen wichtige Nährstoffe.
Katzen brauchen Taurin, Vitamin A und Arachidonsäure aus der Nahrung. Hundefutter ist darauf nicht ausgelegt; dauerhaft gefüttert drohen Herz- und Augenschäden (MSD/Merck Veterinary Manual). Ein stibitzter Happen ist kein Notfall.
Wenn überhaupt, nur ausnahmsweise etwas Naturjoghurt ohne Zucker und Süßstoff.
Joghurt ist ein Milchprodukt und kann Durchfall auslösen; tierärztlich wird davon eher abgeraten. Fruchtjoghurt enthält Zucker, „light“-Sorten manchmal Süßstoffe.
Koffein kann laut ASPCA Erbrechen, Unruhe, Herzrhythmusstörungen, Zittern und Krampfanfälle auslösen, im schlimmsten Fall tödlich. Kaffeesatz und Pads enthalten noch viel Koffein.
Die ASPCA führt Kamille als giftig für Katzen: möglich sind Hautreizungen, Erbrechen, Durchfall und allergische Reaktionen, bei längerer Gabe eine Blutungsneigung.
Gekocht, geschält und ohne Salz nur in kleinen Mengen.
Kartoffeln enthalten Solanin, das Kochen nur wenig abbaut; ein großer Teil geht aber ins Kochwasser über, und in geschälten, gelagerten Knollen ist wenig enthalten (CliniTox). Kartoffelbrei mit Milch, Butter und Salz ist ungeeignet.
Giftig – grüne Stellen, Keime, Schalen und das Kraut enthalten viel Solanin.
CliniTox stuft die Kartoffelpflanze als stark giftig ein; das Solanin sitzt vor allem in Kraut, Beeren, Keimen und grünen Knollenteilen. Möglich sind Erbrechen, Durchfall, Benommenheit und Zittern.
Ein winziges Stück ist kein Notfall – als Leckerli taugt Käse nicht.
Die meisten Katzen vertragen Milchzucker schlecht; Käse kann laut Cats Protection den Magen verstimmen. Er ist außerdem salzig und fett. Lang gereifter Hartkäse enthält weniger Laktose als Frischkäse.
Katzengras aus Hafer, Weizen, Gerste oder Roggen gilt laut VCA-Tierkliniken als sicher. Zu viel kann Erbrechen auslösen. Kein Gras von gedüngten oder gespritzten Flächen anbieten.
Die Tierklinik Animal Medical Center (New York) nennt Katzenminze sicher. Frisst eine Katze größere Mengen, kann es laut ASPCA zu Erbrechen oder Durchfall kommen.
Kaugummi kann den Darm verkleben. Zuckerfreier Kaugummi enthält meist Xylit – für Katzen laut CliniTox nach bisherigen Studien unbedenklich, für Hunde aber lebensgefährlich.
Nur entsteintes Fruchtfleisch – Steine, Stiele und Blätter nie.
Stiele, Blätter und Steine von Kirschen enthalten laut ASPCA Blausäure-Verbindungen; ein verschluckter Stein kann zudem den Darm verlegen. Das Fruchtfleisch selbst ist nicht giftig.
Ein kleines Stück ist kein Problem, mehr sollte es nicht sein.
CliniTox stuft Kiwi (Actinidia) als schwach giftig ein: Sie enthält Oxalsäure-Kristalle, die Maul und Magen reizen können. Symptome wären erst nach großen Mengen zu erwarten.
Knoblauch gehört wie die Zwiebel zu den Lauchgewächsen (Allium) und schädigt die roten Blutkörperchen. Laut Cats Protection gilt das frisch, gekocht und getrocknet. Knoblauch ist auch kein Mittel gegen Flöhe oder Würmer.
Knochen können laut ASPCA Verletzungen oder einen Verschluss im Magen-Darm-Trakt verursachen, der operiert werden muss. Gekochte Knochen splittern besonders leicht.
CliniTox stuft Gemüsekohl (Brassica oleracea) als schwach giftig ein – Vergiftungen kennt man nur bei einseitiger Fütterung großer Mengen. Kohl bläht und ist für Katzen überflüssig.
Kleine Mengen schaden nicht, größere verursachen Durchfall.
Laut ASPCA sind kleine Mengen Kokos kaum problematisch; Fruchtfleisch und frische Kokosmilch enthalten aber Öle, die Magenverstimmung und Durchfall auslösen können.
Nicht als Getränk geben – die meisten erwachsenen Katzen vertragen keine Laktose.
Katzen bilden laut ASPCA kaum Laktase, das Enzym zum Verdauen von Milchzucker. Milch führt deshalb oft zu Durchfall. Zum Trinken brauchen Katzen nur frisches Wasser.
Gekochter, ungewürzter Kürbis ist laut einer Tierärztin (PetMD) ein verträglicher Ballaststoff-Happen. Roh ist er schwer verdaulich; Kürbiskuchen-Mischungen mit Gewürzen und Zucker sind ungeeignet.
Lauch enthält dieselben Schwefelverbindungen wie die Zwiebel. Die ASPCA nennt Erbrechen, Zerfall roter Blutkörperchen, Blut im Urin, Schwäche und Herzrasen.
Gekocht als kleine Beigabe gut – nicht regelmäßig in großen Mengen.
Leber ist sehr reich an Vitamin A. Eine Fütterung mit viel Leber kann laut MSD/Merck Veterinary Manual zu einer Vitamin-A-Vergiftung führen, bei der sich Knochen an der Wirbelsäule verändern.
Nicht füttern – bei Katzen keine Vergiftung bekannt, aber sehr fett.
Vergiftungen mit Schwäche und Zittern sind laut MSD/Merck Veterinary Manual nur bei Hunden beschrieben. Für Katzen bleibt der sehr hohe Fettgehalt das Problem.
Die meisten Obstsorten sind kein Gift, aber auch kein Katzenfutter.
Katzen sind reine Fleischfresser und brauchen kein Obst. Obst enthält viel Zucker; kleine Stückchen ohne Kerne, Steine und Schale gehen als seltene Ausnahme. Weintrauben, Rosinen und Zitrusfrüchte gehören nicht dazu.
Nicht in Reichweite lassen – Blausäure und Verstopfungsgefahr.
Zerkaute Steine und Kerne von Kirsche, Aprikose, Pfirsich, Pflaume und Apfel setzen laut ASPCA Blausäure frei. Ganz verschluckt können sie Magen oder Darm verlegen.
Nicht füttern – Schale, Kerne und ätherische Öle reizen.
Laut ASPCA enthalten alle Teile von Zitruspflanzen Zitronensäure und ätherische Öle. Ein Stück Fruchtfleisch macht höchstens Magenbeschwerden; Schale und Öle sind problematischer. Die meisten Katzen meiden Zitrusduft ohnehin.
Süße Paprika ist in kleinen Mengen kein Gift, scharfe nie.
Gemüsepaprika (Capsicum annuum) enthält laut CliniTox nur wenig Giftstoffe; gegart und ohne Kerne ist ein Stückchen unbedenklich. Scharfe Sorten enthalten Capsaicin und reizen Maul und Magen.
Fleisch & Fisch Auch: Räucherlachs, Bückling, Matjes, Hering in Salzlake
Nicht füttern – sehr salzig.
Geräucherter und gesalzener Fisch enthält viel Salz. Die ASPCA nennt als Folgen zu viel Salz Durst, Erbrechen, Durchfall und im schlimmsten Fall Krampfanfälle.
Gekocht ungiftig, aber ohne Nutzen – nur ausnahmsweise.
Laut einer Tierärztin (PetMD) ist gekochter Reis nicht giftig, liefert Katzen aber nichts, was sie brauchen. Bei Durchfall beruhigt er den Katzendarm nicht so wie oft angenommen. Kitten sollen keinen Reis bekommen. Milchreis enthält zusätzlich Milch und Zucker.
Rhabarber enthält lösliche Oxalate; die ASPCA nennt Nierenschäden, Zittern und Speicheln. Am meisten steckt in den Blättern, aber auch Stangen sind für Katzen ungeeignet.
Supermarktfleisch zum Braten nicht roh verfüttern.
Fleisch für den Menschen ist zum Durchgaren gedacht und kann Bakterien wie Salmonellen und E. coli enthalten (ASPCA, Cats Protection). Wer roh füttern möchte, bespricht das vorher mit der Tierarztpraxis.
Nicht füttern – wie Weintrauben, nur konzentrierter.
Rosinen enthalten die vermutlich schädliche Weinsäure in höherer Konzentration als frische Trauben. Bei Katzen ist die Datenlage dünn, beim Hund sind Nierenversagen belegt; deshalb vorsichtshalber wie giftig behandeln. Auch an Stollen, Müsli und Brötchen denken.
Sonstiges Auch: Kastanien aus dem Park, Rosskastanie
Giftig – nicht zum Spielen herumliegen lassen.
Früchte und Schalen der Rosskastanie enthalten Saponine (Aescin). CliniTox stuft sie als stark giftig ein; möglich sind heftiges Erbrechen, Durchfall, Taumeln und Krämpfe.
Ungiftig, aber stark färbend und für Katzen überflüssig.
Die ASPCA führt Rote Bete als ungiftig; ihre großen Blätter enthalten Oxalsäure. Roter Urin oder Kot nach Rote Bete ist harmlos, kann aber mit Blut verwechselt werden.
Ein Blatt ist kein Problem, regelmäßig sollte es nicht sein.
Die ASPCA führt Salbei als ungiftig; CliniTox stuft ihn wegen des ätherischen Öls als schwach giftig ein, Beschwerden aber nur bei wiederholter Aufnahme.
Große Salzmengen führen laut ASPCA zu Durst, Erbrechen, Durchfall, Zittern und Krampfanfällen, im Extremfall zum Tod. Gesalzenes Essen ist für Katzen ungeeignet.
Verschimmeltes Essen und Kompost können tremorgene Mykotoxine enthalten, die laut CliniTox Zittern und Krampfanfälle auslösen. Mülleimer und Kompost katzensicher verschließen.
Schokolade enthält Theobromin und Koffein. Laut Cats Protection können schon 2 g Schokolade einer Katze ernsthaft schaden. Anzeichen: Unruhe, Erbrechen, Herzrasen, Zittern, Krämpfe – oft erst nach Stunden.
Deutschland gilt seit 2003 als frei von der Aujeszkyschen Krankheit bei Hausschweinen. Rohes Fleisch kann aber Bakterien und Parasiten enthalten und gehört deshalb nicht in den Napf. Bei Wildschwein besteht zusätzlich Lebensgefahr (siehe „Wildschwein (roh)“).
Fleisch & Fisch Auch: Thunfisch, Thunfisch in Öl, Thunfisch im eigenen Saft
Ein kleines Stück ab und zu – nicht regelmäßig.
Menschen-Thunfisch enthält laut Cats Protection viel Salz und Quecksilber und nicht alle Nährstoffe, die Katzen brauchen. Wird er in großen Mengen gefüttert, kann ein Vitamin-E-Mangel mit Entzündung des Fettgewebes entstehen (MSD/Merck Veterinary Manual).
Sie enthalten Solanin. Die ASPCA nennt Speicheln, starke Magen-Darm-Beschwerden, Schwäche, erweiterte Pupillen und langsamen Herzschlag. Tomatenpflanzen auf dem Balkon katzensicher stellen.
Laut ASPCA sind reife Tomaten ungiftig, Blätter, Stängel und unreife Früchte dagegen nicht. Tomatensoße und Ketchup enthalten oft Zwiebel, Knoblauch und Salz.
Nicht füttern – fett, verschimmelt zusätzlich gefährlich.
Nüsse sind laut ASPCA sehr fettreich. Verschimmelte Walnüsse und ihre Schalen können Schimmelpilzgifte enthalten, die Zittern und Krämpfe auslösen (CliniTox).
Nicht füttern – bei Hunden lösen sie Nierenversagen aus, bei Katzen ist die Datenlage unsicher.
Beim Hund können schon wenige Trauben die Nieren schädigen (vermutlich durch Weinsäure). Bei Katzen ist bisher erst ein Fall von Nierenversagen beschrieben (MSD/Merck Veterinary Manual), CliniTox hält Katzen für wenig anfällig. Weil sich die Empfindlichkeit nicht vorhersagen lässt, behandeln wir Trauben vorsichtshalber als giftig: Hat Ihre Katze welche gefressen, rufen Sie die Tierarztpraxis an.
Gemüse Auch: Pilze aus dem Wald, Fliegenpilz, Knollenblätterpilz
Giftig – gesammelte Pilze nie in Katzenreichweite lassen.
Unter Wildpilzen sind tödlich giftige Arten wie der Grüne Knollenblätterpilz, den CliniTox als sehr stark giftig einstuft. Freigänger können auch im Garten Pilze finden.
Fleisch & Fisch Auch: Wildschweinfleisch, rohe Innereien vom Wildschwein
Roh lebensgefährlich – kann das Aujeszky-Virus übertragen.
Bei Katzen verläuft die Aujeszkysche Krankheit („Pseudowut“) immer tödlich. Das Virus kommt in Deutschland bei Wildschweinen vor; in Niedersachsen wurden 2025 bei 291 Tieren Antikörper nachgewiesen. Pökeln und Reifen machen das Fleisch nicht sicher.
Nicht füttern – zu salzig, gewürzt, oft mit Zwiebel und Knoblauch.
Wurst enthält viel Salz, Nitritpökelsalz und Gewürze; Knoblauch und Zwiebel sind häufig darin. Zu viel Salz kann laut ASPCA Erbrechen, Durchfall und Zittern auslösen.
Bei Katzen nach bisherigen Daten nicht giftig – trotzdem nicht füttern.
Beim Hund löst Xylit eine gefährliche Unterzuckerung und Leberschäden aus (ASPCA). Für Katzen stuft CliniTox Xylit nach einer Studie mit sechs Katzen als ungefährlich ein. Weil die Daten dünn sind und Xylit oft in Süßigkeiten mit anderen Risiken steckt: nicht füttern, bei größeren Mengen die Praxis fragen.
Die Pflanze ist ungiftig – Zimt als Gewürz ist trotzdem überflüssig.
Die ASPCA führt den Zimtbaum als ungiftig. Zimtgebäck enthält aber Zucker und Fett; konzentriertes Zimtöl ist ein ätherisches Öl und für Katzen ungeeignet.
Zwiebeln zerstören die roten Blutkörperchen; Katzen sind laut ASPCA empfindlicher als Hunde. Anzeichen wie Schwäche, blasse Schleimhäute oder roter Urin treten oft erst nach Tagen auf. Auch Soßen, Suppen und Babybrei mit Zwiebel zählen.
Kein Eintrag gefunden. Fehlt ein Lebensmittel oder sind Sie unsicher? Rufen Sie im Zweifel Ihre Tierarztpraxis an – dass etwas hier fehlt, heißt nicht, dass es unbedenklich ist.
So nutzen Sie die Liste
Die Liste enthält 163 Lebensmittel, Getränke und Gewürze, nach denen Katzenhalter am häufigsten fragen. Tippen Sie einen Begriff ins Suchfeld – die Liste filtert sofort. Andere Namen sind mit hinterlegt: Sie finden die Möhre auch unter „Karotte“ und den Porree unter „Lauch“. Mit den Knöpfen und der Gruppenauswahl grenzen Sie die Liste weiter ein.
Jede Einstufung ist mit Text und Symbol gekennzeichnet, nicht nur mit Farbe:
Unbedenklich – als kleiner Happen verträglich, meist gegart und ungewürzt.
In Maßen – nicht giftig, aber nur selten, in kleinen Mengen oder mit Einschränkung (etwa ohne Kerne, nur gekocht).
Nicht füttern – nicht akut giftig, aber ungeeignet: zu salzig, zu fett, schlecht verträglich oder mit anderem Risiko.
Giftig – schon kleine Mengen können gefährlich sein. Hat Ihre Katze davon gefressen, rufen Sie die Tierarztpraxis an.
Warum Katzen anders sind als Hunde und Menschen
Katzen sind reine Fleischfresser. Sie brauchen Nährstoffe, die fast nur in tierischem Gewebe stecken – etwa die Aminosäure Taurin, fertiges Vitamin A und Arachidonsäure. Deshalb ist auch Hundefutter kein Ersatz. Obst, Gemüse und Getreide braucht eine gesund ernährte Katze nicht; was in dieser Liste als „unbedenklich“ gilt, ist eine Ausnahme, kein Speiseplan. Leckerlis sollten insgesamt nur einen kleinen Teil der Tagesration ausmachen.
Dazu kommt: Katzen bauen viele Stoffe langsamer ab als andere Tiere, weil ihrer Leber ein wichtiger Entgiftungsweg (die Glucuronidierung) nur eingeschränkt zur Verfügung steht. Ätherische Öle sind deshalb für sie besonders gefährlich. Umgekehrt gibt es Stoffe, die Hunden schwer schaden, bei Katzen aber nach heutigem Wissen kaum – Xylit und Macadamianüsse zum Beispiel. Wo die Datenlage für Katzen dünn ist, sagen wir das im Eintrag und stufen im Zweifel vorsichtig ein, wie bei Weintrauben und Rosinen.
Die häufigsten Gefahren in der Küche
Zwiebel, Knoblauch, Lauch, Schnittlauch – zerstören die roten Blutkörperchen, auch gekocht und als Pulver in Soßen, Brühe oder Babybrei.
Schokolade, Kakao, Kaffee, Tee – enthalten Theobromin und Koffein. Je dunkler die Schokolade, desto gefährlicher.
Alkohol und roher Hefeteig – Alkohol wirkt bei dem geringen Körpergewicht einer Katze schnell; roher Teig geht im Magen auf und bildet dort selbst Alkohol.
Rohes Wildschweinfleisch – kann das Aujeszky-Virus übertragen, das bei Katzen immer tödlich verläuft.
Gekochte Knochen – splittern und können Magen oder Darm verletzen.
Was Sie bei Verdacht tun sollten
Sofort anrufen – in Ihrer Tierarztpraxis oder beim tierärztlichen Notdienst. Sagen Sie, was, wie viel ungefähr und wann Ihre Katze gefressen hat.
Kein Erbrechen auf eigene Faust auslösen, keine Milch, kein Salzwasser, kein Öl eingeben.
Verpackung oder Reste mitnehmen – die Zutatenliste spart in der Praxis Zeit.
Nicht auf Anzeichen warten. Zwiebeln etwa machen oft erst nach Tagen krank; dann ist die Behandlung schwieriger.
Die Einstufungen stützen sich auf die jeweils verlinkte Quelle, vor allem die Datenbank CliniTox der Universität Zürich, die ASPCA Animal Poison Control und das MSD/Merck Veterinary Manual. Bewusst nennen wir keine Grenzmengen: Wie viel eine Katze verträgt, hängt von Gewicht, Alter, Vorerkrankungen und dem genauen Produkt ab. Eine kranke Katze, eine Katze mit Diät oder ein Kitten kann schon auf „Unbedenkliches“ empfindlich reagieren. Wir sind keine Tierärzte – die Liste ersetzt weder die Untersuchung noch den Anruf in der Praxis.