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Darf meine Katze das fressen?

Von Apfel bis Zwiebel: 163 Lebensmittel mit klarer Antwort – unbedenklich, in Maßen, nicht füttern oder giftig. Mit Begründung und Quelle.

Lebensmittel suchen

Einstufung

163 Lebensmittel

Unbedenklich unbedenklich in kleinen Mengen

In Maßen nur selten, wenig oder zubereitet

Nicht füttern nicht akut giftig, aber ungeeignet

Giftig schon kleine Mengen können gefährlich sein

So nutzen Sie die Liste

Die Liste enthält 163 Lebensmittel, Getränke und Gewürze, nach denen Katzenhalter am häufigsten fragen. Tippen Sie einen Begriff ins Suchfeld – die Liste filtert sofort. Andere Namen sind mit hinterlegt: Sie finden die Möhre auch unter „Karotte“ und den Porree unter „Lauch“. Mit den Knöpfen und der Gruppenauswahl grenzen Sie die Liste weiter ein.

Jede Einstufung ist mit Text und Symbol gekennzeichnet, nicht nur mit Farbe:

  • Unbedenklich – als kleiner Happen verträglich, meist gegart und ungewürzt.
  • In Maßen – nicht giftig, aber nur selten, in kleinen Mengen oder mit Einschränkung (etwa ohne Kerne, nur gekocht).
  • Nicht füttern – nicht akut giftig, aber ungeeignet: zu salzig, zu fett, schlecht verträglich oder mit anderem Risiko.
  • Giftig – schon kleine Mengen können gefährlich sein. Hat Ihre Katze davon gefressen, rufen Sie die Tierarztpraxis an.

Warum Katzen anders sind als Hunde und Menschen

Katzen sind reine Fleischfresser. Sie brauchen Nährstoffe, die fast nur in tierischem Gewebe stecken – etwa die Aminosäure Taurin, fertiges Vitamin A und Arachidonsäure. Deshalb ist auch Hundefutter kein Ersatz. Obst, Gemüse und Getreide braucht eine gesund ernährte Katze nicht; was in dieser Liste als „unbedenklich“ gilt, ist eine Ausnahme, kein Speiseplan. Leckerlis sollten insgesamt nur einen kleinen Teil der Tagesration ausmachen.

Dazu kommt: Katzen bauen viele Stoffe langsamer ab als andere Tiere, weil ihrer Leber ein wichtiger Entgiftungsweg (die Glucuronidierung) nur eingeschränkt zur Verfügung steht. Ätherische Öle sind deshalb für sie besonders gefährlich. Umgekehrt gibt es Stoffe, die Hunden schwer schaden, bei Katzen aber nach heutigem Wissen kaum – Xylit und Macadamianüsse zum Beispiel. Wo die Datenlage für Katzen dünn ist, sagen wir das im Eintrag und stufen im Zweifel vorsichtig ein, wie bei Weintrauben und Rosinen.

Die häufigsten Gefahren in der Küche

  • Zwiebel, Knoblauch, Lauch, Schnittlauch – zerstören die roten Blutkörperchen, auch gekocht und als Pulver in Soßen, Brühe oder Babybrei.
  • Schokolade, Kakao, Kaffee, Tee – enthalten Theobromin und Koffein. Je dunkler die Schokolade, desto gefährlicher.
  • Alkohol und roher Hefeteig – Alkohol wirkt bei dem geringen Körpergewicht einer Katze schnell; roher Teig geht im Magen auf und bildet dort selbst Alkohol.
  • Rohes Wildschweinfleisch – kann das Aujeszky-Virus übertragen, das bei Katzen immer tödlich verläuft.
  • Gekochte Knochen – splittern und können Magen oder Darm verletzen.

Was Sie bei Verdacht tun sollten

  • Sofort anrufen – in Ihrer Tierarztpraxis oder beim tierärztlichen Notdienst. Sagen Sie, was, wie viel ungefähr und wann Ihre Katze gefressen hat.
  • Kein Erbrechen auf eigene Faust auslösen, keine Milch, kein Salzwasser, kein Öl eingeben.
  • Verpackung oder Reste mitnehmen – die Zutatenliste spart in der Praxis Zeit.
  • Nicht auf Anzeichen warten. Zwiebeln etwa machen oft erst nach Tagen krank; dann ist die Behandlung schwieriger.

Pflanzen, an denen Katzen knabbern, finden Sie in unserem Lexikon Giftige Pflanzen für Katzen.

Grenzen dieser Liste

Die Einstufungen stützen sich auf die jeweils verlinkte Quelle, vor allem die Datenbank CliniTox der Universität Zürich, die ASPCA Animal Poison Control und das MSD/Merck Veterinary Manual. Bewusst nennen wir keine Grenzmengen: Wie viel eine Katze verträgt, hängt von Gewicht, Alter, Vorerkrankungen und dem genauen Produkt ab. Eine kranke Katze, eine Katze mit Diät oder ein Kitten kann schon auf „Unbedenkliches“ empfindlich reagieren. Wir sind keine Tierärzte – die Liste ersetzt weder die Untersuchung noch den Anruf in der Praxis.

Quellen und Rechengrundlagen (12)
  1. ASPCA Animal Poison Control: People Foods to Avoid Feeding Your Pets
  2. ASPCA Animal Poison Control: Toxic and Non-Toxic Plants (Katzen) – Einträge zu Obst, Gemüse und Kräutern
  3. CliniTox – Institut für Veterinärpharmakologie und -toxikologie, Universität Zürich: Giftsubstanzen Kleintier
  4. CliniTox: Arznei- und Giftpflanzen (Pflanzendatenbank)
  5. MSD/Merck Veterinary Manual (Tierhalter-Ausgabe): Food Hazards
  6. MSD/Merck Veterinary Manual: Nutritional Requirements of Small Animals
  7. Cats Protection: Cats and human foods
  8. PetMD (Sandra C. Mitchell, DVM): What Human Food Can Cats Eat?
  9. PetMD (Sandra C. Mitchell, DVM): Can Cats Eat Rice?
  10. Land Niedersachsen, Tierseucheninfo: Aujeszkysche Krankheit
  11. VCA Animal Hospitals: Grass Treats for Cats
  12. Animal Medical Center New York: Catnip and its Alternatives

Stand: 26. September 2026