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Russisch Blau

Russisch Blau: Preis – was ein Kitten vom Züchter kostet

Was kostet eine Russisch Blau? Wir haben die Websites von neun Catteries ausgewertet: Keine nennt ihren Preis. Woran Sie ein faires Angebot erkennen.

Von der Redaktion catterys.deStand: 12. Oktober 2026

Russisch Blau mit silbrig-blauem Kurzhaarfell und grünen Augen liegt entspannt auf einem rot-golden gemusterten Polstersessel.

Unsere Preiserhebung: Russisch Blau

Ausgewertete Catteries
9
davon mit Preisangabe auf der Website
0
Stand
12. Oktober 2026

Zu wenige Catteries nennen ihren Preis öffentlich, um daraus eine Spanne für diese Rasse abzuleiten – unter 5 Angaben nennen wir je Rasse keine Zahl.

Zur Einordnung: alle 8 ausgewerteten Rassen zusammen

Ausgewertete Catteries
214
Preisangaben für Liebhabertiere
29
Spanne
700 € bis 1.700 €
Die mittlere Hälfte liegt zwischen
1.200 € und 1.400 €
Mittlerer Preis (Median)
etwa 1.300 €

Ausgewertet haben wir die Websites der Catteries aus unserem Verzeichnis, alle mit Zuchtverein und Stammbaum. Die Erhebung ist nicht repräsentativ: Die meisten Züchter nennen ihren Preis nur auf Anfrage. Keine der neun Catteries nennt auf ihrer Website einen Kittenpreis; eine schreibt ausdrücklich, formlose Preisanfragen nicht zu beantworten.

Was kostet eine Russisch Blau? Wir wollten es genau wissen und haben am 12. Oktober 2026 die Websites aller neun Russisch-Blau-Catteries aus unserem Züchterverzeichnis durchgesehen – Startseite, Kittenseiten, Abgabeinformationen, häufige Fragen. Das Ergebnis ist eindeutig: Keine einzige nennt einen Preis.

Deshalb steht auch hier keine Zahl. Preisangaben, die ohne Quelle im Netz kursieren, können wir nicht prüfen, und eine geschätzte Summe würde Ihnen nicht helfen. Was wir Ihnen sagen können: was die Züchter über ihren Preis schreiben, was er abdeckt und woran Sie ein unseriöses Angebot erkennen.

Was die Züchter über ihren Preis sagen

Auch ohne Zahl verraten die Websites einiges. Eine Cattery bittet darum, sich zuerst vorzustellen, und schreibt ausdrücklich, dass sie formlose Preisanfragen nicht beantwortet. Eine andere erklärt in ihren häufigen Fragen, dass alle Liebhabertiere gleich viel kosten, Kater wie Katze, und dass es ohne Stammbaum keinen Nachlass gibt: Das Papier selbst koste wenig, der Preis spiegele Aufzucht, Futter, Gesundheitsvorsorge und Zeit. Eine dritte widmet dem Thema einen eigenen Text – der Preis solle nicht davon abhängen, wie „schön“ ein Kitten ist, sondern davon, was über Generationen in Gesundheit und Zuchtplanung geflossen ist.

Bei einer Cattery wird mit der Reservierung eine Gebühr fällig, die auf den Kaufpreis angerechnet wird. Eine Reservierungsgebühr ist üblich; ihre Höhe und die Bedingungen für eine Rückzahlung sollten im Vertrag stehen.

Für Sie heißt das: Schreiben Sie nicht „Was kostet ein Kitten?“, sondern stellen Sie sich und Ihr Zuhause kurz vor. Die Preisfrage gehört in dieses Gespräch – und eine seriöse Cattery beantwortet sie dann auch klar.

Was im Preis steckt

Bei der Russisch Blau entfällt ein Kostenblock, der andere Rassen teuer macht: Rassetypische Erbkrankheiten, für die es einen Gentest gäbe, sind nicht bekannt (siehe Rassenporträt). Kostenlos ist die Vorsorge trotzdem nicht. Zwei der neun Catteries weisen auf ihren Seiten Gentests ihrer Zuchttiere aus, eine davon zusätzlich Tests auf FIV und FeLV.

Was die Catteries zur Abgabe schreiben, haben wir mitgezählt:

Was die Website nennt Catteries (von 9)
Impfungen gegen Katzenseuche und Katzenschnupfen bzw. Impfpass 8
Mikrochip 6
Stammbaum 5
Abgabealter 6
– davon frühestens mit 14 Wochen oder später 5
Kitten zieht in der Regel kastriert aus 2
Kastration durch den Käufer als Vertragspflicht 1

Die Tabelle zeigt nur, was öffentlich zu lesen ist; wer etwas nicht erwähnt, bietet es deshalb nicht zwangsläufig nicht an.

Auffällig ist das späte Abgabealter. Sechs Catteries nennen eines: einmal „frühestens nach der 13. Lebenswoche“, sonst 14 Wochen und mehr, bei zweien sogar 15 bis 16 Wochen. Das entspricht den Regeln der FIFe, nach denen Jungtiere nicht vor 14 Wochen abgegeben werden dürfen, vollständig geimpft und gechippt (Zucht- und Registrierungsregeln, Ausgabe 1. Juli 2026). Für eine sensible, anfangs zurückhaltende Rasse ist jede Woche bei Mutter und Geschwistern gut angelegt – und jede dieser Wochen kostet den Züchter Futter, Streu, Tierarzt und Zeit.

Dazu kommen Posten, die auf keiner Rechnung für das einzelne Kitten stehen: Vereinsbeitrag und Stammbäume, Ausstellungen, Deckkater oder Deckgebühr, die Haltung der Zuchttiere über viele Jahre – auch dann, wenn sie längst kastriert im Ruhestand leben.

Warum die Preise auseinandergehen

Seltenheit. Die Russisch Blau wird in Deutschland von wenigen Catteries gezüchtet; in unserem Verzeichnis sind es neun. Die Würfe sind klein, viele Kitten sind vergeben, bevor sie auf der Website erscheinen. Eine Cattery kündigt ihren nächsten Wurf erst für 2027 an. Wer wenig Auswahl hat, sollte sich davon nicht zu einem schnellen Kauf drängen lassen – eine Warteliste bei einem guten Züchter ist die bessere Wahl.

Liebhabertier oder Zuchttier. Ein Kitten mit Zuchtrecht kostet in aller Regel mehr als ein Liebhabertier. Zahlen dazu fanden wir auf keiner der neun Websites.

Was enthalten ist. Ist das Kitten bereits kastriert, sparen Sie den Eingriff. Müssen Sie selbst kastrieren lassen, kommt er zum Kaufpreis hinzu. Fragen Sie auch nach Tollwutimpfung, Starterpaket und danach, wann Sie den Stammbaum erhalten.

Linien und Typ. Mehrere Züchter beschreiben verschiedene Typen der Rasse und legen Wert auf bestimmte Abstammungen. Für ein Liebhabertier ist das ohne Belang: Ein Titel im Stammbaum macht keine gesündere oder anhänglichere Katze.

Farbe spielt bei dieser Rasse keine Rolle. Anerkannt ist bei fast allen Verbänden nur Blau; weiße und schwarze „Russen“ führen laut WCF-Übersicht nur einzelne Verbände. Ein Aufschlag für eine „seltene“ Variante ist ein Verkaufsargument. Mehr zur Farbe selbst steht unter graue und blaue Katzen.

Billigangebote: „Russisch Blau ohne Papiere“

Hier liegt bei dieser Rasse das größte Risiko. Blaue Kurzhaarkatzen gibt es viele, und ohne Stammbaum ist eine „Russisch Blau“ nicht als solche erkennbar. Wer ein „reinrassiges“ Kitten ohne Papiere kauft, bezahlt für eine Behauptung. Warnsignale sind:

  • kein Stammbaum oder „Papiere gegen Aufpreis“,
  • Abgabe vor der zwölften Woche, ungeimpft oder ohne Chip,
  • die Mutterkatze ist nicht zu sehen, Übergabe auf dem Parkplatz,
  • Kitten wachsen abseits der Familie auf – für eine scheue Rasse besonders folgenreich,
  • Werbung mit „allergikerfreundlich“. Keine Katze ist allergenfrei; dass die Russisch Blau für Allergiker geeignet sei, ist nicht belegt.

§ 11b Tierschutzgesetz verbietet die Zucht, wenn bei den Nachkommen erblich bedingte Schmerzen, Leiden oder Schäden zu erwarten sind. Ob darauf geachtet wurde, können Sie nur prüfen, wenn Herkunft und Elterntiere belegt sind. Welche Unterlagen Sie sich zeigen lassen sollten, steht in unserer Liste Fragen an den Züchter.

Laufende Kosten

Die Russisch Blau ist im Unterhalt eine unkomplizierte Katze: mittelgroß, kurzes Fell, kaum Pflegeaufwand. Die laufenden Kosten entsprechen denen jeder Wohnungskatze – Futter, Streu, Impfungen, Parasitenvorsorge und Rücklagen für die Tierarztpraxis. Weil die Rasse nicht allein gehalten werden sollte, rechnen Sie für zwei Tiere. Achten Sie auf die Futtermenge: Die Rasse neigt in der Wohnung zu Übergewicht, und das wird auf Dauer teurer als jedes Futter. Ihre persönlichen Zahlen ermitteln Sie mit dem Katzenkosten-Rechner. Über 13 bis 17 Jahre summiert sich die Haltung auf ein Vielfaches jedes Kaufpreises.

Alternative Tierschutz

Eine Russisch Blau mit Stammbaum werden Sie im Tierheim selten finden. Blaue und graue Kurzhaarkatzen dagegen warten dort regelmäßig auf ein Zuhause – darunter ruhige, anhängliche Tiere, deren Wesen man bereits kennt. Die Schutzgebühr legt jedes Tierheim selbst fest; die Katzen sind in der Regel kastriert, geimpft und gechippt. Wenn es Ihnen um die leise, verschmuste Wohnungskatze geht und nicht um den Stammbaum, lohnt sich der Blick in die Tierheime.

Soll es eine Russisch Blau aus Vereinszucht sein, finden Sie in unserem Verzeichnis geprüfte Züchter der Russisch Blau. Ähnlich im Wesen sind die halblanghaarige Nebelung und die Korat; kräftiger gebaut und häufiger zu finden sind Chartreux und Britisch Kurzhaar – zu deren Preis haben wir ebenfalls die Catteries ausgewertet.

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Häufige Fragen

Was kostet eine Russisch Blau vom Züchter?

Eine belegbare Zahl können wir nicht nennen: Keine der neun Catteries aus unserem Verzeichnis veröffentlicht ihren Preis. Sie erfahren ihn auf Anfrage – am besten bei mehreren Züchtern, zusammen mit der Frage, was enthalten ist.

Warum nennen Russisch-Blau-Züchter keinen Preis?

Die Rasse ist selten, die Würfe sind klein und oft früh vergeben. Viele Züchter möchten Interessenten zuerst kennenlernen. Eine Cattery schreibt ausdrücklich, dass sie formlose Preisanfragen nicht beantwortet.

Gibt es eine Russisch Blau ohne Stammbaum günstiger?

Bei seriösen Züchtern nicht. Eine Cattery schreibt dazu, der Stammbaum selbst koste wenig – der Preis spiegele Aufzucht, Futter, Gesundheitsvorsorge und Zeit. Ohne Stammbaum ist eine blaue Kurzhaarkatze zudem nicht als Russisch Blau belegbar.

Kosten Kater und Katzen gleich viel?

Das regelt jede Cattery selbst. Eine der ausgewerteten Catteries schreibt, dass bei ihr alle Liebhabertiere gleich viel kosten, unabhängig vom Geschlecht.

Ist die Kastration im Preis enthalten?

Unterschiedlich. Zwei der neun Catteries geben ihre Kitten in der Regel kastriert ab, eine verlangt die Kastration vom Käufer und schickt den Stammbaum erst nach dem Nachweis. Die übrigen machen dazu keine Angabe.

Quellen und weiterführende Informationen (3)
  1. FIFe: Zucht- und Registrierungsregeln (Ausgabe 01.07.2026), 2.3.3 Jungtiere
  2. WCF: EMS-Code und Anerkennung der Rassen (Russian Blue)
  3. Tierschutzgesetz § 11b (Qualzuchtverbot)