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Sibirische Katze

Sibirische Katze: Preis – was ein Kitten vom Züchter kostet

Sibirische Katze oder Neva Masquerade: Von 15 ausgewerteten Catteries nennen sechs ihren Preis – und keine verlangt einen Aufpreis für Allergiker.

Von der Redaktion catterys.deStand: 12. Oktober 2026

Sibirische Katze in Braun-Tabby mit weißer Halskrause, weißen Pfoten und grünen Augen liegt auf einem geflochtenen Teppich.

Unsere Preiserhebung: Sibirische Katze

Ausgewertete Catteries
15
davon mit Preisangabe auf der Website
6
Kitten als Liebhabertier
1.200 € bis 1.400 €
Mittlerer Preis (Median)
etwa 1.250 €
Stand
12. Oktober 2026

Zur Einordnung: alle 8 ausgewerteten Rassen zusammen

Ausgewertete Catteries
214
Preisangaben für Liebhabertiere
29
Spanne
700 € bis 1.700 €
Die mittlere Hälfte liegt zwischen
1.200 € und 1.400 €
Mittlerer Preis (Median)
etwa 1.300 €

Ausgewertet haben wir die Websites der Catteries aus unserem Verzeichnis, alle mit Zuchtverein und Stammbaum. Die Erhebung ist nicht repräsentativ: Die meisten Züchter nennen ihren Preis nur auf Anfrage. Ausgewertet wurden Catteries, die Sibirische Katzen, Neva Masquerade oder beides züchten; einen Preisunterschied zwischen beiden macht keine. Einen Aufpreis für Allergiker verlangt keine der Catteries.

Was kostet eine Sibirische Katze? Nach unserer Erhebung zwischen 1.200 und 1.400 Euro für ein Kitten als Liebhabertier, der mittlere Wert (Median) liegt bei etwa 1.250 Euro. Dafür haben wir am 12. Oktober 2026 die Websites aller Catteries aus unserem Züchterverzeichnis durchgesehen, die Sibirische Katzen, Neva Masquerade oder beides züchten – 16 Adressen, jede nur einmal gezählt, 15 davon auswertbar. Sechs nennen dort einen Preis.

Sechs Angaben sind keine Statistik, aber sie liegen bemerkenswert eng zusammen: dreimal 1.200, einmal 1.300, zweimal 1.400 Euro. Neun Catteries nennen keinen eigenen Preis; drei von ihnen schreiben stattdessen ausführlich darüber, warum Rassekatzen so viel kosten. Preise aus Kleinanzeigen oder von Vergleichsportalen haben wir nicht einbezogen.

Zwischen Sibirischer Katze und Neva Masquerade – der Sibirer mit Point-Zeichnung und blauen Augen, die bei der FIFe als eigene Rasse geführt wird – nennt keine der Catteries unterschiedliche Preise.

Was im Preis steckt

Bei der Sibirischen Katze ist im Preis oft mehr enthalten als bei anderen Rassen. Was die Catteries zur Abgabe schreiben, haben wir mitgezählt:

Was die Website nennt Catteries (von 15)
Abgabealter 10
– davon frühestens mit 14 Wochen oder später 8
– davon ab 13 Wochen 1
– davon ab 12 Wochen 1
Impfungen gegen Katzenseuche und Katzenschnupfen 10
Mikrochip 8
Stammbaum 8
Kitten zieht kastriert aus 6

Die Tabelle zeigt nur, was öffentlich zu lesen ist; wer etwas nicht erwähnt, bietet es deshalb nicht zwangsläufig nicht an.

Die Kastration ist der auffälligste Punkt. Sechs Catteries geben ihre Liebhaberkitten bereits kastriert ab, darunter fünf der sechs mit Preisangabe; die sechste gibt kastriert oder mit Kastrationsauflage ab. Eine Cattery hat ihren Preis nach eigener Angabe um 200 Euro angehoben, seit die Kastration enthalten ist. Wenn Sie den Preis eines Sibirers mit dem einer Rasse vergleichen, bei der Sie den Eingriff später selbst bezahlen, vergleichen Sie also zwei verschiedene Dinge.

Die späte Abgabe ist der zweite Punkt. Acht von zehn Catteries mit Angabe geben frühestens mit 14 Wochen ab, zwei erst mit 15, eine sogar erst mit 18 Wochen. Die FIFe schreibt in ihren Zucht- und Registrierungsregeln (Ausgabe 1. Juli 2026) mindestens 14 Wochen vor, dazu die vollständige Impfung und den Chip. Jede zusätzliche Woche Futter, Streu und Betreuung für einen ganzen Wurf steckt im Preis.

Die Gesundheitsvorsorge der Eltern steht im Rassenporträt der Sibirischen Katze: regelmäßiger Herzultraschall beim Tierkardiologen, weil es für den Sibirer keinen HCM-Gentest gibt, und der Gentest auf Pyruvatkinase-Defizienz. Auf den Seiten zur Abgabe nennen nur drei der 15 Catteries den Herzultraschall der Elterntiere ausdrücklich. Das heißt nicht, dass die anderen ihn nicht machen – aber fragen Sie danach und lassen Sie sich die Befunde beider Eltern zeigen.

Zur Reservierung wird eine Anzahlung fällig, die auf den Kaufpreis angerechnet wird und meist verfällt, wenn Sie abspringen. Genannt werden 200 Euro, ein Drittel und die Hälfte des Kaufpreises.

Warum die Preise auseinandergehen

Liebhabertier oder Zuchttier. Zwei Catteries nennen Preise für Kitten mit Zuchtrecht; sie liegen deutlich über dem Liebhaberpreis. Verlangt wird dafür in einem Fall die Mitgliedschaft in einem Zuchtverein, im anderen ziehen Zuchttiere nur mit Gentests, Schallergebnissen der Eltern und Tollwutimpfung aus.

Farbe. Für Liebhabertiere nennt keine Cattery einen Farbaufschlag. Eine verlangt für Zuchttiere mit blauen oder verschiedenfarbigen Augen deutlich mehr. Eine andere berechnet bei weißen Kitten zusätzlich den Hörtest, weil sie weiße Tiere nur mit geprüftem Gehör abgibt – das ist kein Aufpreis für die Farbe, sondern Vorsorge: Warum weiße Katzen häufiger taub sind, erklärt unsere Seite zur Fellfarbe Weiß.

Was enthalten ist. Kastration, EU-Heimtierausweis, Registrierung bei einem Haustierregister, Kotuntersuchung, Tollwutimpfung auf Wunsch gegen Aufpreis: je nach Cattery im Preis oder nicht.

Region und Verein spielen in unseren Daten keine erkennbare Rolle: Die sechs Angaben liegen nur 200 Euro auseinander. Für belastbare Aussagen dazu sind sechs Catteries aber zu wenig.

Allergie: Kein Aufpreis – und kein Versprechen

Kaum eine Rasse wird so oft als „Allergikerkatze“ gehandelt wie die Sibirische. Wir haben deshalb besonders darauf geachtet, ob sich das im Preis niederschlägt. Das Ergebnis ist erfreulich: Keine der 15 Catteries verlangt einen Aufpreis für angeblich allergenarme Tiere, und keine verspricht ein allergenfreies Tier.

Wie die Züchter mit dem Thema umgehen, ist dagegen sehr unterschiedlich:

  • Vier Catteries schreiben, viele Allergiker kämen mit ihren Katzen gut zurecht, oder verweisen auf geringere Allergenmengen bei Sibirern. Drei davon schränken das selbst ein – eine Garantie gebe es nicht – oder bieten Probebesuche an. Eine schreibt, der Rasse solle das allergieauslösende Gen fehlen; das trifft nicht zu.
  • Zwei Catteries nehmen 25 Euro je Probebesuch von Allergikern und rechnen den Betrag beim Kauf an. Eine davon gibt nur ab, wenn zuvor ein Allergologe mit dem Fell der Elterntiere getestet hat.
  • Drei Catteries geben grundsätzlich nicht an Allergiker ab. Eine begründet das damit, dass Reaktionen auch später noch auftreten können; eine andere verschickt ausdrücklich keine Haarproben.
  • Eine Cattery nennt die Geschichte von der antiallergenen Sibirischen Katze ein „Märchen aus der Rubrik Züchterlatein“.

Was ist belegt? Alle Katzen bilden das Hauptallergen Fel d 1, auch Sibirer. Eine genetische Untersuchung an vier Sibirischen Katzen (Sartore et al., 2017) fand in den beiden Fel-d-1-Genen eine Reihe von Varianten; ob sie die Allergenbildung senken, haben die Autoren nicht gezeigt, sondern weitere Untersuchungen empfohlen. Klinische Studien, nach denen Allergiker mit Sibirern weniger Beschwerden haben, gibt es nicht. Mehr dazu steht im Porträt und auf unserer Seite Katzenrassen für Allergiker.

Für den Preis heißt das: Ein Aufschlag für ein „getestet allergenarmes“ oder „hypoallergenes“ Kitten hat keine sachliche Grundlage – die Allergenmenge schwankt von Tier zu Tier, und ein niedriger Wert bei den Eltern garantiert nichts für das Kitten. Eine kleine Gebühr für Probebesuche, die beim Kauf angerechnet wird, ist dagegen nachvollziehbar: Sie kostet den Züchter Zeit und schützt vor allem die Katze davor, nach wenigen Wochen wieder abgegeben zu werden. Sprechen Sie als Allergiker vorher mit Ihrem Allergologen und verbringen Sie mehrfach Zeit mit genau dem Tier, das einziehen soll.

Billigangebote: Woran Sie Vermehrer erkennen

Bei der Sibirischen Katze kommt zum üblichen Risiko ein besonderes hinzu: Eine langhaarige Hauskatze sieht ihr zum Verwechseln ähnlich. Ohne Stammbaum kaufen Sie womöglich eine ganz normale – und völlig liebenswerte – Hauskatze zum Rassepreis. Warnsignale sind:

  • kein Stammbaum oder „Papiere gegen Aufpreis“,
  • das Versprechen „hypoallergen“, „für Allergiker garantiert geeignet“ oder ein Allergie-Aufpreis,
  • kein Herzultraschall, keine Gentests der Eltern,
  • Abgabe vor der zwölften Woche, ungeimpft oder ohne Chip,
  • Mutterkatze und Aufzuchtort sind nicht zu sehen, Übergabe auf dem Parkplatz, Vorkasse ohne Besuch.

Das Tierschutzgesetz verbietet in § 11b Zuchten, bei denen erblich bedingte Schäden oder Leiden zu erwarten sind; wer ungetestete Tiere verpaart, nimmt das in Kauf. Welche Fragen Sie stellen sollten, steht in unserer Liste Fragen an den Züchter.

Laufende Kosten: Der Kaufpreis ist der kleinere Teil

Über ein Katzenleben kosten Futter, Streu, Vorsorge und Tierarzt ein Vielfaches des Kaufpreises. Bei der Sibirischen Katze kommen standfeste Kratzmöbel für eine große, kräftige Katze hinzu – wie schwer sie wird, steht unter Größe und Gewicht der Sibirischen Katze –, die Sicherung von Balkon oder Garten und eine zweite Katze. Ihre persönlichen Zahlen ermitteln Sie mit dem Katzenkosten-Rechner.

Alternative Tierschutz

Langhaarige Katzen im Waldkatzen-Typ warten auch im Tierschutz, selten mit Papieren, oft mit demselben dichten Fell und demselben freundlichen Wesen. Tierheime vermitteln sie gegen eine Schutzgebühr, in der Regel kastriert, geimpft und gechippt. Auch Züchter suchen gelegentlich für erwachsene Tiere ein neues Zuhause; eine der ausgewerteten Catteries nennt dafür einen Preis, der weniger als halb so hoch ist wie der für ein Kitten. Fragen Sie in den Tierheimen in Ihrer Nähe nach.

Wenn es ein Kitten sein soll: Unter Züchter der Sibirischen Katze in Ihrer Nähe finden Sie geprüfte Züchter mit Vereinszugehörigkeit. Ähnlich im Typ sind Norwegische Waldkatze und Maine Coon; einen Überblick gibt unsere Seite zu den Waldkatzen.

Häufige Fragen

Was kostet eine Sibirische Katze vom Züchter?

In unserer Erhebung nennen sechs von 15 Catteries einen Preis für ein Liebhabertier: zwischen 1.200 und 1.400 Euro, der mittlere Wert liegt bei etwa 1.250 Euro. Die Erhebung ist nicht repräsentativ; neun Catteries nennen auf ihrer Website keinen Preis.

Ist eine Neva Masquerade teurer als eine Sibirische Katze?

In unserer Erhebung nicht. Fast alle ausgewerteten Catteries züchten beides, und keine nennt unterschiedliche Preise. Eine verlangt für Zuchttiere mit blauen oder verschiedenfarbigen Augen deutlich mehr; für Liebhabertiere gilt das nicht.

Kosten Sibirische Katzen für Allergiker mehr?

Bei den von uns ausgewerteten Catteries nicht: Keine verlangt einen Allergie-Aufpreis. Zwei nehmen 25 Euro je Probebesuch von Allergikern und rechnen sie beim Kauf an. Ein Aufpreis für ein „hypoallergenes“ Kitten wäre sachlich nicht zu begründen, denn alle Katzen bilden das Allergen Fel d 1.

Ist die Kastration im Preis enthalten?

Häufig ja. Sechs der 15 Catteries geben ihre Liebhaberkitten kastriert ab, darunter fünf der sechs, die einen Preis nennen. Fragen Sie trotzdem nach, bevor Sie Preise vergleichen.

Warum ist eine Sibirische Katze ohne Papiere so viel billiger?

Weil meist fehlt, was Geld kostet: Herzultraschall und Gentests der Eltern, zwei Impfungen, Chip, oft die Kastration und eine Aufzucht von 14 Wochen und mehr. Ohne Stammbaum ist außerdem nicht zu prüfen, ob es überhaupt eine Sibirische Katze ist – langhaarige Hauskatzen sehen ihr sehr ähnlich.

Quellen und weiterführende Informationen (3)
  1. FIFe: Zucht- und Registrierungsregeln (Ausgabe 01.07.2026), 2.3.3 Jungtiere
  2. Sartore et al. (2017): Polymorphism Analysis of Ch1 and Ch2 Genes in the Siberian Cat. Veterinary Sciences
  3. Tierschutzgesetz § 11b (Qualzuchtverbot)