Norwegische Waldkatze
Norwegische Waldkatze: Preis – was ein Kitten vom Züchter kostet
Was kostet eine Norwegische Waldkatze? Wir haben 23 Züchter-Websites ausgewertet: Nur zwei nennen ihren Preis. Was er abdeckt und woran Sie Vermehrer erkennen.

Unsere Preiserhebung: Norwegische Waldkatze
- Ausgewertete Catteries
- 23
- davon mit Preisangabe auf der Website
- 2
- Stand
- 12. Oktober 2026
Zu wenige Catteries nennen ihren Preis öffentlich, um daraus eine Spanne für diese Rasse abzuleiten – unter 5 Angaben nennen wir je Rasse keine Zahl.
Zur Einordnung: alle 8 ausgewerteten Rassen zusammen
- Ausgewertete Catteries
- 214
- Preisangaben für Liebhabertiere
- 29
- Spanne
- 700 € bis 1.700 €
- Die mittlere Hälfte liegt zwischen
- 1.200 € und 1.400 €
- Mittlerer Preis (Median)
- etwa 1.300 €
Ausgewertet haben wir die Websites der Catteries aus unserem Verzeichnis, alle mit Zuchtverein und Stammbaum. Die Erhebung ist nicht repräsentativ: Die meisten Züchter nennen ihren Preis nur auf Anfrage. Eine Cattery staffelt den Preis nach Farbe; Preise für Zuchttiere nennt keine der geprüften Catteries öffentlich.
Was kostet eine Norwegische Waldkatze? Wir haben am 12. Oktober 2026 die Websites der Norweger-Catteries aus unserem Züchterverzeichnis durchgesehen – Startseite, Kittenseiten, Abgabeinformationen, Hinweise für Interessenten. 23 Websites konnten wir auswerten. Das Ergebnis: Nur zwei nennen, was ein Kitten als Liebhabertier bei ihnen kostet.
Zwei Angaben sind keine Grundlage für eine Preisspanne. Deshalb steht hier keine Zahl: Unter fünf Angaben nennen wir grundsätzlich keine, und Summen, die ohne Quelle im Netz kursieren, können wir nicht prüfen. Was sich sagen lässt: Die beiden veröffentlichten Preise liegen im unteren vierstelligen Bereich und nicht weit auseinander. Verlässlicher als jede Zahl ist ohnehin, was die Züchter über ihren Preis schreiben und was er abdeckt – das haben wir mitgezählt.
Was die Züchter über ihren Preis sagen
Die meisten Catteries schweigen zum Preis, einige erklären, warum. Zwei schreiben ausdrücklich, dass sie Anfragen, die ausschließlich nach dem Preis fragen, nicht beantworten. Eine davon ergänzt, die Preise verantwortungsvoller Züchter bewegten sich ohnehin in einem vergleichbaren Rahmen; wichtiger sei, ob man sich der laufenden Kosten bewusst ist. Eine andere stellt klar, dass ihre Preise nicht verhandelbar sind.
Drei Catteries widmen dem „Preis einer Rassekatze“ einen eigenen Text oder eine Kostenaufstellung: Anschaffung der Zuchttiere, Gentests, Herzultraschall, Impfungen, Chip, Vereinsbeiträge, Ausstellungen, Deckgebühren. Solche Listen sind als Erklärung gedacht und teils schon älter – als aktuelle Preisangabe haben wir sie nicht gewertet.
Bei zwei Catteries ist eine Reservierung nur gegen eine Anzahlung oder Reservierungsgebühr möglich, die auf den Kaufpreis angerechnet wird. Das ist üblich; Höhe und Rückzahlung gehören in den Vertrag.
Für Sie heißt das: Schreiben Sie nicht „Was kostet ein Kitten?“, sondern stellen Sie sich und Ihr Zuhause kurz vor. Die Preisfrage gehört in dieses Gespräch – und eine seriöse Cattery beantwortet sie dann klar.
Was im Preis steckt
Elf der 23 Websites beschreiben, womit ein Kitten auszieht. Das Bild ist einheitlich:
| Was die Website nennt | Catteries (von 23) |
|---|---|
| Impfungen gegen Katzenseuche und Katzenschnupfen | 11 |
| Mikrochip | 11 |
| Stammbaum | 10 |
| Abgabealter | 10 |
| – davon frühestens mit 14 Wochen oder später | 9 |
| Liebhaberkitten ziehen nur kastriert aus | 2 |
| Kastration durch den Käufer als Vertragspflicht | 3 |
Die Tabelle zeigt nur, was öffentlich zu lesen ist; wer etwas nicht erwähnt, bietet es deshalb nicht zwangsläufig nicht an. Häufig genannt werden außerdem EU-Heimtierausweis, mehrfache Entwurmung, ein tierärztliches Gesundheitszeugnis und ein Futterpaket für die ersten Tage. Die Tollwutimpfung gibt es bei mehreren Catteries nur auf Wunsch.
Lange Aufzucht. Norweger-Kitten bleiben lange beim Züchter. Zehn Catteries nennen ein Abgabealter; neun davon geben frühestens mit 14 Wochen ab, einzelne erst mit 15 oder 16. Das deckt sich mit den Regeln der FIFe, nach denen Jungtiere nicht vor 14 Wochen abgegeben werden dürfen, vollständig geimpft und mit Mikrochip (Zucht- und Registrierungsregeln, Ausgabe 1. Juli 2026). Jede dieser Wochen kostet Futter, Streu, Tierarzt und Zeit – bei einer großen, hungrigen Rasse nicht wenig.
Gesundheitsvorsorge der Eltern. Das ist der Teil des Preises, den Sie dem Kitten nicht ansehen. Für die Norwegische Waldkatze sind laut unserem Rassenporträt drei Dinge wichtig: der Gentest auf die Glykogenspeicherkrankheit GSD IV, der Gentest auf Pyruvatkinase-Mangel und der Herzultraschall auf HCM, für die es bei dieser Rasse keinen Gentest gibt. Mindestens sieben der 23 Catteries nennen den GSD-IV-Test schon auf ihrer Website, die meisten zusammen mit PK-Mangel oder Herzschall. Der Ultraschall muss bei Zuchttieren regelmäßig wiederholt werden – ein laufender Posten, kein einmaliger.
Was auf keiner Rechnung steht. Vereinsbeitrag und Stammbäume, Ausstellungen, Deckkater oder Deckgebühr, standfeste Kratzbäume und gesicherter Auslauf – und die Haltung der Zuchttiere über viele Jahre, auch wenn sie längst kastriert im Ruhestand leben.
Warum die Preise so auseinandergehen
Liebhabertier oder Zuchttier. Ein Kitten mit Zuchtrecht kostet in aller Regel mehr als ein Liebhabertier. Eine Zahl dazu veröffentlicht keine der ausgewerteten Catteries; zwei schreiben, dass sie den Zuchtpreis nur im persönlichen Gespräch nennen, weil vorher einiges zu klären ist.
Farbe. Bei der Norwegischen Waldkatze sind fast alle Farben erlaubt, und manche gelten als besonders. Eine Cattery staffelt ihren Liebhaberpreis ausdrücklich: Die üblichen Farben kosten am wenigsten, Amber mehr, weiße Kitten am meisten. Ein solcher Aufschlag bezahlt die Seltenheit, nicht die Qualität – gesünder oder umgänglicher ist ein Kitten in „seltener“ Farbe nicht. Bei weißen Katzen sollten Sie nach dem Gehör fragen: Warum, steht auf unserer Seite über weiße Katzen.
Was enthalten ist. Hier liegt der größte Unterschied, den Sie selbst nachrechnen können. Zieht das Kitten bereits kastriert aus, ist der Eingriff bezahlt. Bei drei Catteries müssen Sie ihn selbst veranlassen und nachweisen; eine davon händigt den Stammbaum erst nach dem Nachweis im Original aus. Fragen Sie auch nach Tollwutimpfung und Leukose-Impfung, wenn die Katze später in einen gesicherten Garten darf.
Verein und Linien. Die ausgewerteten Catteries gehören unterschiedlichen Verbänden an; mehrere arbeiten mit skandinavischen Linien oder importierten Zuchttieren. Für ein Liebhabertier ist das ohne Belang: Ein Titel im Stammbaum macht keine gesündere Katze.
Region. Belege für regionale Preisunterschiede haben wir nicht gefunden – dafür nennen zu wenige Catteries ihren Preis.
Billigangebote: „Norweger ohne Papiere“
Halblanghaarige Katzen mit Halskrause und buschigem Schwanz gibt es viele. Ohne Stammbaum ist eine „Norwegische Waldkatze“ nicht als solche belegbar, und ein „Norweger-Mix“ ist eine Hauskatze mit langem Fell – eine gute Katze, aber keine, für die ein Rassepreis gerechtfertigt wäre. Warnsignale sind:
- kein Stammbaum oder „Papiere gegen Aufpreis“,
- Abgabe mit acht oder zehn Wochen, ungeimpft oder ohne Chip,
- keine Nachweise zu GSD IV, PK-Mangel und Herzultraschall der Eltern,
- die Mutterkatze ist nicht zu sehen, Übergabe auf dem Parkplatz,
- immer mehrere Würfe gleichzeitig „sofort verfügbar“,
- Werbung mit „allergikerfreundlich“ – keine Katze ist allergenfrei.
Am Stammbaum selbst spart ein Vermehrer kaum etwas; gespart wird an Untersuchungen, Aufzuchtwochen und der Schonung der Mutterkatze. Gerade bei GSD IV ist das folgenreich: Die Krankheit verläuft tödlich und lässt sich nur vermeiden, wenn nie zwei Träger verpaart werden. § 11b Tierschutzgesetz verbietet die Zucht, wenn bei den Nachkommen erblich bedingte Schmerzen, Leiden oder Schäden zu erwarten sind – prüfen können Sie das nur, wenn Herkunft und Elterntiere belegt sind. Welche Unterlagen Sie sich zeigen lassen sollten, steht in unserer Liste Fragen an den Züchter.
Laufende Kosten
Der Kaufpreis ist der kleinere Teil. Eine Norwegische Waldkatze wird laut Rassenporträt 12 bis 16 Jahre alt, Kater wiegen 5 bis 8 kg – das bedeutet mehr Futter als bei einer zierlichen Rasse, einen großen Kratzbaum mit dicken Stämmen, eine geräumige Toilette und Transportbox. Wie die Rasse wächst, steht unter Größe und Gewicht. Dazu kommen Impfungen, Parasitenvorsorge, Rücklagen für die Tierarztpraxis und, wenn möglich, die Sicherung von Balkon oder Garten.
Weil zwei der Catteries ausdrücklich nicht in Einzelhaltung abgeben und die Rasse eine Partnerkatze braucht, rechnen Sie am besten gleich für zwei Tiere. Ihre persönlichen Zahlen ermitteln Sie mit dem Katzenkosten-Rechner.
Alternative Tierschutz
Norwegische Waldkatzen mit Stammbaum sind im Tierheim selten. Halblanghaarige Hauskatzen mit ähnlichem Aussehen warten dort dagegen regelmäßig – oft erwachsene Tiere, deren Wesen man schon kennt. Die Schutzgebühr legt jedes Tierheim selbst fest; die Katzen sind in der Regel kastriert, geimpft und gechippt. Wenn es Ihnen um die robuste, kletterfreudige Katze mit dichtem Fell geht und nicht um den Stammbaum, lohnt sich der Blick in die Tierheime.
Soll es eine Norwegerin aus Vereinszucht sein, finden Sie in unserem Verzeichnis geprüfte Züchter der Norwegischen Waldkatze. Wer noch zwischen den großen Waldkatzen schwankt: Für Maine Coon und Sibirische Katze haben wir die Catteries ebenfalls ausgewertet.
Häufige Fragen
Was kostet eine Norwegische Waldkatze vom Züchter?
Eine belastbare Spanne können wir nicht nennen: Von 23 Catteries aus unserem Verzeichnis veröffentlichen nur zwei ihren Preis. Die übrigen nennen ihn auf Anfrage – fragen Sie mehrere Züchter und immer auch, was enthalten ist.
Warum nennen so wenige Züchter ihren Preis?
Viele möchten Interessenten erst kennenlernen. Zwei der ausgewerteten Catteries schreiben ausdrücklich, dass sie Anfragen, die nur nach dem Preis fragen, nicht beantworten.
Sind seltene Farben wie Amber oder Weiß teurer?
Das kommt vor: Eine der ausgewerteten Catteries staffelt ihren Liebhaberpreis nach der Farbe und verlangt für Amber und für weiße Kitten mehr. Über Gesundheit oder Wesen sagt die Farbe nichts aus.
Ist die Kastration im Preis enthalten?
Unterschiedlich. Zwei Catteries geben Liebhaberkitten nur kastriert ab. Drei weitere verpflichten den Käufer im Vertrag zur Kastration; eine davon händigt den Stammbaum erst nach dem Nachweis im Original aus.
Was kostet eine Norwegische Waldkatze mit Zuchtrecht?
Dazu fanden wir auf keiner Website eine Zahl. Zwei Catteries schreiben, dass sie den Preis für Zuchttiere nur im persönlichen Gespräch nennen.