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Rassen im Überblick

Kitten kaufen: seriöse Wege zu einem Katzenbaby

Kitten kaufen ohne böse Überraschung: die Wege im ehrlichen Vergleich, Preise aus unserer Erhebung, Abgabealter, Kaufvertrag und die Warnzeichen für Händler.

Von der Redaktion catterys.deStand: 13. Oktober 2026

Braun getigertes Kitten mit weißer Schnauze und blauen Augen liegt in einem Weidenkorb unter einer grauen Decke und schaut in die Kamera

Wer ein Kitten kaufen möchte, hat zwei seriöse Wege: einen Züchter, der einem Zuchtverein angehört und Sie zu sich nach Hause einlädt, oder ein Tierheim beziehungsweise einen Tierschutzverein. Beides führt zu einem Katzenbaby, das alt genug, geimpft und gechippt ist und dessen Herkunft Sie kennen. Alles andere – die Kleinanzeige, das Inserat in sozialen Medien, das Kätzchen vom Hof – kann gut gehen, verlangt aber deutlich mehr Vorsicht.

Einen Marktplatz mit Inseraten finden Sie bei uns nicht. catterys.de führt ein Züchterverzeichnis mit über 260 Catteries, die wir einzeln auf ihrer eigenen Website geprüft haben, und ein Tierheimverzeichnis. Diese Seite zeigt, wie Sie auf beiden Wegen zu einem gesunden Kitten kommen und woran Sie Händler und Betrüger erkennen.

Die Wege zum Kitten im Vergleich

Weg Was dafür spricht Was Sie wissen müssen
Züchter mit Zuchtverein Rasse und Eltern bekannt, Stammbaum, Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht in der Familie, Vertrag Wartezeit; der Preis liegt meist im vierstelligen Bereich. Auch eine Vereinsmitgliedschaft ist keine Garantie – hinfahren und prüfen.
Tierheim, Tierschutzverein Tierärztlich versorgt, Charakter bekannt, Schutzgebühr statt Kaufpreis, Beratung durch die Pfleger Kitten gibt es vor allem im Sommerhalbjahr; die meisten sind Hauskatzen. Rassekitten sind selten.
Privat, Kleinanzeige Kurze Wege, oft sofort verfügbar Niemand prüft Alter, Impfungen und Herkunft. Hier tummeln sich auch Vermehrer, Händler und Betrüger.
Bauernhof Kitten wachsen mit Mutter und Geschwistern auf Impfung, Entwurmung, Chip und die Gewöhnung an Menschen sind nicht selbstverständlich – nachfragen und nachholen.

Der Deutsche Tierschutzbund empfiehlt, sich zuerst im Tierheim umzusehen. Wer eine bestimmte Rasse sucht, ist beim Vereinszüchter richtig. Was im Tierheim auf Sie zukommt, steht im Ratgeber Katze aus dem Tierheim; was hinter „geschenkten“ Kätzchen steckt, unter Katzenbabys zu verschenken.

Schritt für Schritt vom ersten Kontakt bis zum Einzug

  1. Erst die Katze, dann das Kitten. Klären Sie, welche Katze zu Ihrem Alltag passt: Wohnung oder Freigang, ruhig oder fordernd, Fellpflege, Zeit. Der Test Welche Katze passt zu mir? hilft dabei, der Katzenkosten-Rechner zeigt die laufenden Ausgaben.
  2. Anbieter aussuchen. Im Züchterverzeichnis suchen Sie nach Rasse und Umkreis. Lesen Sie die Website der Cattery: Verein, Gesundheitstests, Abgabealter.
  3. Kontakt aufnehmen – und von sich erzählen. Gute Züchter und Tierheime wollen wissen, wohin ihr Kitten zieht. Viele Würfe sind vor der Geburt vergeben; eine Warteliste ist ein gutes Zeichen.
  4. Hinfahren. Sehen Sie sich Mutterkatze, Geschwister und Aufzuchtort an, am besten mehr als einmal. Lassen Sie sich die Befunde der Elterntiere zeigen. Unsere Liste Fragen an den Züchter können Sie ausdrucken und abhaken.
  5. Reservieren – schriftlich. Eine Anzahlung ist üblich, gehört aber in einen Vertrag und zu einem Tier, das Sie gesehen haben.
  6. Vorbereiten. Katzentoilette, Kratzbaum, Transportbox, Futter: Die Checkliste Erstausstattung führt alles auf. Fragen Sie nach dem gewohnten Futter und der gewohnten Streu.
  7. Abholen. Frühestens mit zwölf Wochen, selbst und beim Züchter zu Hause. Sie bekommen Kaufvertrag, Impfpass oder EU-Heimtierausweis mit Chipnummer und den Stammbaum, sofern er nicht erst nach der Kastration ausgehändigt wird.
  8. Ankommen lassen. Ein ruhiges Zimmer für die ersten Tage; wie die Eingewöhnung gelingt, steht in Die erste Katze zieht ein.

Was ein Kitten vom Züchter kostet

Verlässliche Preislisten gibt es nicht, deshalb haben wir selbst gezählt. Am 12. Oktober 2026 haben wir für acht Rassen die Websites von 214 Catteries aus unserem Verzeichnis durchgesehen. Nur 29 nennen dort einen Preis für ein Kitten als Liebhabertier.

Auswertung Catteries mit Preisangabe Spanne Mittlerer Wert (Median)
Alle acht Rassen 214 29 700–1.700 Euro etwa 1.300 Euro
Bengal 19 11 700–1.700 Euro etwa 1.400 Euro
Sibirische Katze 15 6 1.200–1.400 Euro etwa 1.250 Euro

Die mittlere Hälfte aller 29 Angaben liegt zwischen 1.200 und 1.400 Euro. Für Kitten mit Zuchtrecht fanden wir sechs Angaben zwischen 1.000 und 3.500 Euro. Bei den übrigen Rassen nennen zu wenige Catteries ihren Preis, um eine eigene Spanne zu bilden; die Zahl der Angaben und das, was im Preis steckt, finden Sie auf den Seiten zu Britisch Kurzhaar, Maine Coon, Heiliger Birma, Norwegischer Waldkatze, Ragdoll und Russisch Blau.

Die Erhebung ist nicht repräsentativ: Sie erfasst nur Catteries, die wir listen, und sechs von sieben nennen auf ihrer Website keinen Preis. Preise aus Kleinanzeigen haben wir nicht einbezogen, weil sich dort weder Papiere noch Gesundheitsnachweise prüfen lassen. Bezahlt wird beim Züchter die Vorarbeit: Gentests und Untersuchungen der Eltern, Impfungen, Chip, Stammbaum und drei Monate Aufzucht.

Im Tierheim zahlen Sie eine Schutzgebühr. Sie ist kein Kaufpreis, sondern deckt laut Deutschem Tierschutzbund einen Teil der Kosten für Futter, Pflege, Impfungen und Kastration.

Abgabealter: zwölf Wochen sind das Minimum

Kitten sollen nach dem Deutschen Tierschutzbund mindestens zehn, besser zwölf Wochen bei Mutter und Geschwistern bleiben. In unser Verzeichnis nehmen wir nur Catteries auf, die frühestens mit zwölf Wochen abgeben – so steht es in unseren Aufnahmekriterien. Die FIFe ist strenger: Ihre Zucht- und Registrierungsregeln (Ausgabe 1. Juli 2026) erlauben die Abgabe nicht vor 14 Wochen.

Das Alter hat zwei Gründe. In diesen Wochen lernt ein Kitten von Mutter und Wurfgeschwistern das Sozialverhalten. Und der Impfschutz braucht Zeit: Die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) sieht die Impfungen gegen Katzenseuche und Katzenschnupfen mit 8, 12 und 16 Wochen vor. Ein Kitten, das mit acht Wochen „schon selbstständig“ sein soll, ist ein Warnzeichen.

Kaufvertrag, Impfungen und Chip

Diese Unterlagen gehören zu jedem Kitten vom Züchter:

  • Schriftlicher Kaufvertrag mit Name, Geburtsdatum, Chipnummer, Preis, Gesundheitszustand und einer Regelung für den Fall, dass es Probleme gibt. Auch die FIFe verlangt, Vereinbarungen mit Käufern schriftlich zu treffen.
  • Impfpass oder EU-Heimtierausweis. Bei Abgabe mit zwölf Wochen sollten nach dem StIKo-Vet-Schema zwei Impfungen eingetragen sein – mit Datum, Aufkleber des Impfstoffs und Praxisstempel. Die dritte Impfung mit 16 Wochen ist dann Ihre Aufgabe; mehr dazu unter Katze impfen.
  • Mikrochip. Die FIFe schreibt ihn für alle Jungtiere vor; die Nummer steht im Stammbaum. Lassen Sie den Chip in einem Haustierregister auf sich eintragen.
  • Stammbaum vom Verein. Er gehört zum Tier und kostet nicht extra.
  • Entwurmung mit Datum; bei Bedarf wiederholt Ihre Praxis sie nach Plan, siehe Katze entwurmen.

Viele Züchter vereinbaren im Vertrag die Kastration oder geben Liebhabertiere bereits kastriert ab. Was der Eingriff kostet und wann er sinnvoll ist, steht unter Katze kastrieren.

Zwei Kitten statt einem

Der Deutsche Tierschutzbund rät, gleich zwei Katzen aufzunehmen, die sich verstehen. Für ein Kitten, das tagsüber allein in der Wohnung wäre, ist ein gleichaltriger Spielgefährte besonders wichtig. In unserer Preiserhebung rechnen mehrere Bengal-Catteries günstiger, wenn Wurfgeschwister gemeinsam ausziehen. Lebt bei Ihnen schon eine Katze, hilft der Ratgeber Katzen zusammenführen.

Warnzeichen: illegaler Kittenhandel

Der illegale Handel mit Jungtieren betrifft vor allem Hundewelpen, aber auch Katzen. Der Deutsche Tierschutzbund hat für 2025 in 36 Fällen illegal gehandelte Katzen dokumentiert, insgesamt 56 Tiere. Unter den Rassekatzen ging es am häufigsten um Scottish Fold – eine Rasse mit Qualzuchtmerkmal, für die wir keine Züchter listen –, gefolgt von Britisch Kurzhaar. Vier Pfoten zählte im selben Jahr 106 sichergestellte Katzen. Beide Organisationen erfassen nur bekannt gewordene Fälle.

Was die Auswertung des Tierschutzbundes über Hunde und Katzen zusammen zeigt:

  • In 86 Prozent der Fälle mit Altersangabe waren die Tiere zu jung für einen legalen Grenzübertritt. Jungtiere dürfen wegen der Tollwutimpfung erst mit 15 Wochen nach Deutschland einreisen.
  • In drei Vierteln der Fälle mit Angaben zur Gesundheit waren die Tiere krank – häufig mit Durchfall, Giardien, Würmern oder Hautparasiten.
  • Die meisten Transporte kamen aus Rumänien und Bulgarien; Zielland war meist Deutschland.

Die Warnzeichen, die das Bundeslandwirtschaftsministerium für den Welpenkauf nennt, gelten für Kitten genauso:

  • Die Mutter ist nicht zu sehen.
  • Der Verkäufer bietet an, das Tier zu liefern oder an einem Treffpunkt zu übergeben.
  • Ein Anbieter hat mehrere Rassen im Angebot.
  • Die Anzeige ist dürftig, der Anbieter tritt unter einem Pseudonym auf.
  • Papiere fehlen – oder sind gefälscht, was nach Angaben des Ministeriums oft vorkommt.

Dazu kommen aus unserer Sicht: ein Kitten unter zwölf Wochen, „ohne Papiere günstiger“, Fantasienamen wie „XXL“, „Mini“ oder „Teacup“ und extreme Merkmale als Verkaufsargument. Faltohren, extrem kurze Beine oder Haarlosigkeit können unter das Qualzuchtverbot des § 11b Tierschutzgesetz fallen. Ein niedriger Preis ist übrigens kein sicheres Erkennungszeichen – ein hoher aber auch kein Gütesiegel.

Online kaufen und Anzahlungsbetrug

Vier Pfoten warnt ausdrücklich davor, Tiere über Onlineplattformen oder soziale Medien zu kaufen: Zwei Drittel der Verdachtsmeldungen, die 2025 bei der Organisation eingingen, betrafen solche Plattformen.

Neben dem Handel mit kranken Tieren gibt es schlichten Betrug. Die Polizei Niedersachsen beschreibt das Muster: Der Anbieter ist angeblich im Ausland, das Kätzchen soll gebracht werden, vorher sind Transport-, Tierarzt-, Zoll- oder Versicherungskosten zu überweisen. Das Tier existiert oft nicht. Selbst „zu verschenken“-Angebote kosten auf diese Weise plötzlich Geld. Die Polizei rät:

  • keine Vorkasse leisten,
  • kein Tier kaufen, das Sie nicht beim Verkäufer zu Hause gesehen haben,
  • misstrauisch werden, wenn auf eine deutsche Anfrage in einer Fremdsprache geantwortet wird oder Geldtransferdienste verlangt werden,
  • Fotos mit einer Bildersuche prüfen – Betrüger verwenden oft Bilder aus dem Netz,
  • verdächtige Anzeigen der Plattform melden und bei Schaden Anzeige erstatten.

Eine Anzahlung an einen Züchter, den Sie besucht haben, ist etwas anderes: Sie steht im Vertrag, wird auf den Preis angerechnet, und der Rest wird bei der Übergabe bezahlt.

Kitten nach Rasse

Die meisten Katzen in Deutschland sind Hauskatzen ohne Stammbaum, und viele warten in den Tierheimen. Wenn es eine bestimmte Rasse sein soll, finden Sie geprüfte Catteries hier:

Ein Eintrag bei uns ist kein Gütesiegel: Wir prüfen Websites, nicht Tiere. Den Besuch vor Ort, den Blick auf die Mutterkatze und die Befunde der Eltern nimmt Ihnen niemand ab. Welcher Gesundheitsnachweis bei welcher Rasse der wichtigste ist, steht auf den Karten unter diesem Text.

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Kitten-Kauf-Leitfaden

Seriösen Züchter erkennen, Fragen für den Besuch, Kaufvertrag, Kosten und die ersten 30 Tage – mit Checklisten zum Ausdrucken. 30 Seiten, kostenlos als PDF.

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Kitten nach Rasse: geprüfte Züchter

  • Blaue Britisch-Kurzhaar-Katze mit rundem Kopf, dichtem Plüschfell und kupferorangen Augen liegt auf einem Parkettboden.
    Kurzhaar3,5–8 kg71 Züchter

    Britisch Kurzhaar

    57 geprüfte Catteries – die meisten in unserem Verzeichnis. Wichtigster Nachweis: Herzultraschall der Elterntiere auf HCM, dazu der PKD1-Gentest; einen HCM-Gentest gibt es für die Rasse nicht.

  • Kopfporträt einer braun getigerten Maine Coon mit hellgrünen Augen, langen Schnurrhaaren und dunklen Luchspinseln an den Ohrspitzen
    Halblanghaar4–9 kg49 Züchter

    Maine Coon

    41 Catteries. Fragen Sie nach dem HCM-Gentest der Eltern (MYBPC3-Mutation A31P) und zusätzlich nach regelmäßig wiederholtem Herzultraschall.

  • Heilige Birma in Seal-Point mit tiefblauen Augen und weißer Vorderpfote liegt entspannt auf einem hellen, glänzenden Fliesenboden.
    Halblanghaar3,5–7 kg33 Züchter

    Heilige Birma

    28 Catteries. Der Gentest auf die Hypotrichose-Mutation (angeborene Haarlosigkeit mit kurzer Lebenserwartung) steht im Profil an erster Stelle, daneben der PKD1-Gentest.

  • Schwarz getigerte Norwegische Waldkatze mit weißer Brust, Ohrpinseln und grünen Augen kauert im Schneefall auf einer Holzterrasse.
    Halblanghaar3,5–8 kg24 Züchter

    Norwegische Waldkatze

    24 Catteries. Entscheidend ist der Gentest auf die Glykogenspeicherkrankheit GSD IV: Zwei Träger dürfen nicht verpaart werden.

  • Cremefarbene Britisch-Langhaar-Katze mit dichtem, halblangem Fell, üppiger Halskrause und buschigem Schwanz liegt auf einer Holzkommode.
    Halblanghaar3,5–8 kg24 Züchter

    Britisch Langhaar

    22 Catteries. Wie bei der Britisch Kurzhaar zählen Herzultraschall der Zuchttiere und der PKD1-Gentest; einen HCM-Gentest gibt es nicht.

  • Blue-bicolour-Ragdoll mit blauen Augen und weißem Latz liegt auf einem roten Sofa vor einer orangefarbenen Wand.
    Halblanghaar4–9 kg24 Züchter

    Ragdoll

    22 Catteries. Die Eltern sollten auf die Ragdoll-Variante der HCM (R820W im Gen MYBPC3) getestet sein und zusätzlich regelmäßig zum Herzultraschall gehen.

  • Goldbraune Bengalkatze mit dunklen Tupfen und Rosetten liegt ausgestreckt auf einer alten Holztruhe.
    Kurzhaar3,5–7 kg20 Züchter

    Bengal

    20 Catteries. Üblich sind Gentests auf beide Formen der Netzhautdegeneration (b-PRA, rdAc-PRA) und auf PK-Defizienz, dazu ein Herzultraschall der Zuchttiere.

  • Helle Neva Masquerade mit getigerten Abzeichen im Gesicht und leuchtend blauen Augen sitzt vor einem Kiefernstamm.
    Halblanghaar3,5–8 kg16 Züchter

    Neva Masquerade

    16 Catteries. Einen rassespezifischen HCM-Gentest gibt es nicht – lassen Sie sich den Herzultraschall der Elterntiere zeigen, dazu den Gentest auf PK-Mangel.

  • Sibirische Katze in Braun-Tabby mit weißer Halskrause, weißen Pfoten und grünen Augen liegt auf einem geflochtenen Teppich.
    Halblanghaar3,5–8 kg16 Züchter

    Sibirische Katze

    16 Catteries. Wichtigster Nachweis ist der regelmäßig wiederholte Herzultraschall der Zuchttiere beim Kardiologen, ergänzt um den Gentest auf PK-Defizienz.

  • Russisch Blau mit silbrig-blauem Kurzhaarfell und grünen Augen liegt entspannt auf einem rot-golden gemusterten Polstersessel.
    Kurzhaar3–6 kg11 Züchter

    Russisch Blau

    9 Catteries. Für die Rasse ist keine Erbkrankheit mit Gentest bekannt; fragen Sie nach der tierärztlichen Untersuchung der Elterntiere und danach, woran Tiere der Linie erkrankt sind.

Häufige Fragen

Was kostet ein Kitten vom Züchter?

In unserer Erhebung vom Oktober 2026 nennen 29 von 214 ausgewerteten Catteries einen Preis für ein Kitten als Liebhabertier. Die Angaben reichen von 700 bis 1.700 Euro, der mittlere Wert liegt bei etwa 1.300 Euro. Die Erhebung ist nicht repräsentativ, weil die meisten Züchter ihren Preis nur auf Anfrage nennen.

Ab wann darf man ein Kitten kaufen und mitnehmen?

Frühestens mit zwölf Wochen. Der Deutsche Tierschutzbund nennt mindestens zehn, besser zwölf Wochen bei Mutter und Geschwistern; die FIFe verpflichtet ihre Züchter auf 14 Wochen. Reservieren können Sie früher, abholen nicht.

Wo kann man seriös Kitten kaufen?

Bei einem Züchter, der einem Zuchtverein angehört, Stammbäume ausstellt und Sie zu sich nach Hause einlädt, oder über ein Tierheim oder einen Tierschutzverein. Von Käufen über anonyme Online-Inserate rät Vier Pfoten ausdrücklich ab.

Sollte man ein oder zwei Kitten nehmen?

Der Deutsche Tierschutzbund rät, gleich zwei Katzen aufzunehmen, die sich verstehen. Vor allem ein Kitten, das tagsüber allein in der Wohnung wäre, braucht einen Spielgefährten. Zeigt sich eine Katze als Einzelgängerin, wird sie besser allein gehalten.

Kann man ein Kitten online kaufen und liefern lassen?

Davon raten wir ab. Seriöse Züchter verschicken keine Kitten, und Tierheime vermitteln nur nach persönlichem Kennenlernen. Die Polizei warnt vor Inseraten, bei denen vorab Geld für Reservierung, Transport oder Tierarzt verlangt wird – oft gibt es das Tier gar nicht.

Quellen und weiterführende Informationen (8)
  1. FIFe: Zucht- und Registrierungsregeln (Ausgabe 01.07.2026), 2.3 Abgabe von Katzen
  2. Deutscher Tierschutzbund: Katzenhaltung
  3. Deutscher Tierschutzbund: Illegaler Heimtierhandel und seine Auswirkungen auf deutsche Tierheime – Auswertung bekannt gewordener Fälle aus dem Jahr 2025 (Stand Mai 2026)
  4. VIER PFOTEN: Neuer Report zum illegalen Welpenhandel (Pressemitteilung vom 05.02.2026)
  5. Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat: Welpenhandel – leider oft keine saubere Sache (12.12.2025)
  6. Polizei Niedersachsen, Ratgeber Internetkriminalität: Tierverkauf über Kleinanzeigen (aktualisiert 21.09.2020)
  7. StIKo Vet: Impftabelle Katze (Leitlinie zur Impfung von Kleintieren)
  8. Tierschutzgesetz § 11b (Qualzuchtverbot)